Wissen
- Kolsal-Kolostrum-Extrakt
- Fettsäuren
- Omega-3-Fettsäuren
- Pfotenpflege zur kalten Jahreszeit
- Diabetes und Zucker
- Krebs, Stärke und Zucker
- Verdauungsprobleme
- Fische als Überträger von Rickettsien
- Richtiges auftauen von Tiefkühlfleisch
- Stubenreinheit bei Welpen
- Zeckenzeit - was tun?
- Giftpflanzen in Futtermischungen
- BARF Knochenfütterung
- Sprühhalsbänder – Köpfchen statt Knöpfchen...
Kolsal-Kolostrum-Extrakt
Das Immunsystem neugeborener Säugetiere ist untrainiert; sie kommen fast schutzlos in eine Welt voller Feinde. Krankheitserreger, die ja überall vorkommen, wären sie hilflos ausgeliefert. Sie könnten sich ihrer nicht erwehren, wenn die Mütter ihnen nicht mit der Kolostralmilch einen Überlebensschutz für einige Tage oder Wochen mitgäben.
Diese Erstmilch aller Säugetiere ist etwas Besonderes, ein Wunderwerk der Natur, eine Urnahrung, in der alles enthalten ist, was das Junge zum Überleben braucht.
Kolostralmilch ist die erste Milch von Säugetiermüttern nach der Geburt, mit der sie ihre Jungen nicht nur vollständig ernähren, sondern auch vor Krankheiten schützen, denn darin sind Antikörper und natürliche Antibiotika enthalten. Der gereinigte Extrakt aus der Erstmilch der Kühe ist eine wertvolle Nahrungsergänzung für Hunde, vor allem für Welpen, zur Unterstützung der körpereigenen Abwehr und zur Steigerung der Vitalität und Leistung.
Schauen Sie bitte in unseren Shop unter Kolsal-Kolostrum-Extrakt
Die Kolostralmilch der verschiedenen Säugetierarten unterscheidet sich etwas in der Zusammensetzung, aber doch nicht grundlegend. Sie enthält alles, Eiweiße, Zucker, Fette und Vitamine. Entscheidend ist aber, daß darin Immunglobuline, bekannter als Antikörper, Interleukin, Wachstumsfaktoren und natürliche Antibiotika enthalten sind.
Mit dieser Milch können Junge wachsen und sind gleichzeitig weitgehend vor Infektionskrankheiten geschützt, bis ihr eigenes Immunsystem mit verschiedenen Antigenen, wie beispielsweise Krankheitserreger, in Berührung gekommen ist, selbst Antikörper bilden konnte und ein Gedächtnis aufgebaut hat, um später, bei erneutem Kontakt mit einem bereits bekannten Erreger, umgehend Antikörper in riesiger Anzahl bilden zu können.
Die Kolostralmilch von Kühen, die ohne Antibiotika biologisch gehalten werden, eignet sich besonders gut für die Herstellung eines Extraktes, der dann zur Stimulierung des Immunsystems von Menschen und auch Hunden eingesetzt werden kann. Diese Kuh-Erstmilch hat einen besonders hohen Anteil an Immunglobulinen, besser bekannt unter dem Namen Antikörper.
Wichtig ist das Herstellungsverfahren und damit die Konzentrierung der erwünschten Stoffe. Für Kolsal-Kolostrum-Extrakt werden zuerst die Fette und Kasein durch Zentrifugieren entfernt, dann die Keime durch ein Mikrofiltrierverfahren. Das geschieht bei Körpertemperatur; so werden die empfindlichen Immunglobuline nicht zerstört.
Ohne die Entfernung der Keime, würde diese Erstmilch für andere Lebewesen als Kälber gefährlich werden, denn die darin enthaltenen Keime, die dem Kalb zum Aufbau seiner Magen- und Darmflora dienen, sind für andere Tiere die falsche Flora.
Hochgereinigt aber ist das Endprodukt in vielen Fällen eine große Hilfe für die körpereigene Abwehr und unentbehrlich bei der Aufzucht von Welpen, vor allem dann, wenn die Versorgung durch die Mutter nicht optimal ist.
Junge, die von ihrer Mutter nicht ausreichend mit Muttermilch versorgt werden, haben mit Kolsal-Kolostrum-Extrakt eine deutlich größere Chance zu überleben und sich gut zu entwickeln. Es sollte mit der Welpen-Ersatzmilch gemischt werden.
Während Impfungen, bei Krankheiten und Operationen dient es der Stärkung des Organismus.
Alte Hunde zeigen schnell mehr Vitalität, und auch die Leistung läßt sich damit oft deutlich steigern. Probieren Sie es aus!
Kolsal-Kolostrum-Extrakt wird für Menschen hergestellt, ist also Pharmaqualität.
pH 5,0 Freie Aminosäuren Gesamtprotein 2,85 % Alanin 1,44 mg/100 ml Laktose 27,0 g/Ltr. Arginin 0,22 mg/100 ml Glukose 250 mg/Ltr. Asparginsäure 1,07 mg/100 ml Asche 0,92 % ß-Alanin <0,1 mg/100 ml Fett n.n. ß-Aminoisobuttersäure <0,1 mg/100 ml Brennwert 76 kJ (18 kcal)/100 ml Cystin 0,11 mg/100 ml Vitamine Glutamin 3,54 mg/100 ml Thiamin (Vit. B1) 0,09 mg/100ml Glutaminsäure <0,1 mg/100 ml Riboflavin (Vit. B2) 0,33 mg/100ml Glycin 1,11 mg/100 ml Pyrodoxin (Vit. B6) 0,028 mg/100ml Histidin 0,70 mg/100 ml Cobalamin (Vit. B12) 0,45 µg/100ml Isoleucin 0,50 mg/100 ml Folsäure 5,2 µg/100ml Leucin 2,41 mg/100 ml Nicotinamid 0,09 mg/100ml Lysin 0,26 mg/100 ml Pantothensäure 0,31 mg/100ml Methionin 0,23 mg/100 ml Mineralien Ornithin 0,20 mg/100 ml Natrium (Na) 688 mg/l Phenylalanin 1,00 mg/100 ml Kalium (K) 1608 mg/l Phosphorethanolamin 2,24 mg/100 ml Calcium (Ca) 1784 mg/l Phosphorserin 0,63 mg/100 ml Magnesium (Mg) 248 mg/l Prolin 3,38 mg/100 ml Eisen (Fe) < 0,5 mg/l Serin 0,71 mg/100 ml Mangan (Mn) < 0,1 mg/l Taurin 11,79 mg/100 ml Zink (Zn) 8,6 mg/l Threonin 0,48 mg/100 ml Phosphor (P) 1362 mg/l Tryptophan 0,22 mg/100 ml Selen (Se) <0,05 mg/l Tyrosin 1,18 mg/100 ml Natürlich Wachstumsfaktoren Valin 1,10 mg/100 ml IGF-1 144 g/l Immunglobine IgG 59,8 g/l IgA 0,21 g/l IgM 1,64 g/l Mit freundlicher Genehmimgung der Fa. PerNaturam
Fettsäuren
Mehr als 70 verschiedene Fettsäuren kennt man inzwischen. Das sind mehr oder weniger lange Ketten von Kohlen-Wasserstoff, also C und H2, die am Ende eine sog. Carboxylgruppe haben, die ist so aufgebaut: COOH.
Man unterscheidet gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Bei den gesättigten sind die Verbindungen zwischen den C-Atomen einfach, bei den ungesättigten doppelt.
Die Linolsäure hat beispielsweise zwei, die Linolensäure drei und die Arachidonsäure vier ungesättigte Stellen.
Fettsäuren sind für die Ernährung der Hunde unentbehrlich. Man unterscheidet die gesättigten und die ungesättigten. Die gesättigten dienen vor allem als Energielieferanten, die ungesättigten sind an vielen Prozessen im Körper beteiligt. Sie sind u.a. erforderlich für die Bildung der Zellmembrane, den Prostaglandinhaushalt der Zellen und auch für die Immunzellen.
Besonders auf die Versorgung mit Linosäure (Omega-6) und Linolensäure (Omega-6), beide sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, muß besonders geachtet werden, weil sie essentiell sind, also vom Hundekörper nicht selbst hergestellt werden können. Sie müssen deshalb im täglichen Futter enthalten sein. Das gilt besonders für tragende Hündinnen und für die Welpen.
Ungesättigte Fettsäuren, die vor allem aus Pflanzenölen stammen, sind bei Zimmer- und Körpertemperatur flüssig, können also in dieser Form nicht im Futter verarbeitet werden. Deshalb werden überwiegend gehärtete Fette verwendet, auch deshalb, weil sie nicht so schnell oxidieren, also ranzig werden. Deren biologische Wertigkeit liegt aber erheblich unter dem der ungesättigten Fettsäuren. Gefährlich wird es, wenn Transfette beim Härtungsprozeß entstehen und mit verarbeitet werden.
Wichtige Lieferanten ungesättigter Fettsäuren sind verschiedene Öle, wie Hanföl und Lachsöl, aber auch die Chloroplasten aus Blättern oder Algen.
Schauen Sie bitte in unseren Shop, dort finden Sie hochwertige Öle und grüne Algen (Chlorella/Spirulina/Ascophyllum).
Die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen, den gesättigten und den ungesättigten, ist erheblich. Schon am Schmelzpunkt wird das deutlich. Die gesättigten Fettsäuren schmelzen erst bei Temperaturen über 40°C, also oberhalb der Körpertemperatur, einige erst über 70°C, die ungesättigten aber bereits deutlich unter 0°C, ausgenommen die Ölsäure, die tut das schon bei etwa 13°C. Deshalb flocken hochwertige Öle, die viele ungesättigte Fettsäuren enthalten, im Kühlschrank auch nicht aus oder werden gar hart. Umgekehrt bleiben gehärtete Fette auch noch bei relativ hohen Temperaturen fest, wie Sie von den Margarinen und anderen Lebensmittelfetten oder auch tierischen Fetten wissen. Diese ungesättigten Fette oxidieren nicht so schnell. Deshalb ist es nahe liegend, solche Fette, genauso wie für die menschliche Ernährung, auch im Tierfutter zu verarbeiten.
Das wird aber problematisch, weil gesättigte Fettsäuren vorwiegend als Energielieferanten dienen im Gegensatz zu den ungesättigten, die überwiegend Funktionen für die Zellmembrane, im Prostaglandinhaushalt der Zellen und auch für die Immunzellen ausüben. Wenn gleichzeitig der Energieverbrauch gering ist, aber zusätzlich noch die Energieversorgung über Kohlenhydrate, also beispielsweise aufgeschlossene Stärke oder sogar Zucker erhöht wird, dann werden die Fette nicht mehr als Energielieferanten benötigt und stattdessen als Reservefette eingelagert. Das gilt für Hunde wie für Menschen. Man sieht es ja auch.
Gerade bei den technischen Verfahren für die Futterherstellung treten wegen der relativ hohen Temperaturen sog. Maillardreaktionen auf, bei denen Stärke in Zucker umgewandelt wird. Zudem wird durch das Extrudieren (die meisten Futter heute sind Extrudate) Stärke aufgeschlossen, so daß die als Energielieferant für den Hund leichter zur Verfügung steht und die gesättigten Fettsäuren dafür nicht benötigt und als Depotfett eingelagert werden. Immer wieder hört man auch davon, dass Zucker in den Futtern als Lockstoff zugesetzt wird. Das würde dieses Problem der Überversorgung mit Energie noch verstärken. Da kann man nur hoffen, daß so etwa unterbleibt.
Die Industrie hat ein großes Interesse daran, flüssige Fette, also Pflanzenöle mit viel ungesättigten Fettsäuren in eine feste Form zu bringen. Dazu müssen die Fette gehärtet werden. Das gelingt, indem man an einer oder mehreren Stellen, wo die Fette ungesättigt sind, Wasserstoff anlagert wird, man nennt das Hydrogenierung. Sie kennen das alle von der Margarine, von Mayonnaisen und anderen relativ lange haltbaren fetthaltigen Produkten.
Soweit so gut.
Daß diese Fette nicht mehr die biologische Wertigkeit von ungesättigten haben, dürfte jedem klar sein. Richtig problematisch wird es aber, wenn beim Härtungsprozeß sog. Transfette entstehen und die in größerer Menge im Futter verarbeitet werden. Diese Transfette sind ungesättigte Fettsäuren, also scheinbar hochwertige Fette, die durch das technische Verfahren ihre Faltung verloren haben und deshalb nur noch schwer verdaulich sind.
Transfette hielt man lange für eine optimale Lösung, um der Oxidation, also dem Ranzigwerden vorzubeugen. Die Meinung hat sich grundlegend geändert.
Amerikanische Forscher behaupten, daß Transfette im Humanbereich heute den wahrscheinlich größten Risikofaktor für Herzerkrankungen darstellen. Die Versuche dazu wurden, wie immer, an Tieren gemacht.
Und was bedeutet das für unsere Hunde?
In den USA sind diese Fette deklarierungspflichtig, in Deutschland aber nicht. Deshalb tappen Sie beim Futter im Dunkeln.
Immerhin können Sie an den Bezeichnungen hydrogeniert oder engl. hydrogenated das Herstellungsverfahren erkennen, nämlich die Härtung der Fette.
Essentielle Fettsäuren müssen täglich gefüttert werden.
Unseren Hunden fehlt ein spezielles Enzymsystem, so daß der Körper einige der Fettsäuren nicht selbst herstellen kann. Man nennt solche Stoffe essentiell, sie müssen also immer über das Futter in den Körper gelangen, und zwar täglich. Dazu gehören die Linolsäure und die Linolensäure. Vielleicht sagen Ihnen die Begriffe Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren mehr.
Auf die sollten Sie achten, wenn Sie ihren Hund gesund ernähren wollen und das auch auf lange Sicht.
Die Versorgung mit Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure) gelingt eher als die mit Omega-3-Fettsäuren (Linolensäure).
Viele Öle und vor allem auch Lecithin enthalten ausreichend Linolsäure, nicht aber Linolensäure bzw. die daraus entstehenden höher ungesättigten Fettsäuren: Eicosapentaen- und Decosahexaen-Säure.
Welche Quellen können für die Hunde dann erschlossen werden?
Linolensäure, also Omega-3, kommen in grünen Pflanzen vor, besonders in den Chloroplasten, also den Organen der Blätter, die die Pflanzen wegen des enthaltenen Chlorophylls grün erscheinen lassen. Ideale Lieferanten sind deshalb Gemüse und Kräuter, aber ganz besonders die Algen, wie Chlorella, Spirulina und Ascophylum.
Und selbstverständlich sind es die Öle aus den Geweben von Kaltwasserfischen, wie Lachsöl oder Heringsöl oder Dorschöl, die ja bei der menschlichen Versorgung seit langem eine große Rolle spielen, vor allem, wenn es um die Vorbeugung von Herzerkrankungen geht. Lachsöl enthält 24 % Omega-3-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren haben wir für wir ihren Hund auch konzentriert als Pulver im Programm.
Ein idealer Fettsäurelieferant ist das Hanföl, zumal darin beide Anteile der essentiellen Fettsäuren relativ hoch sind. Es enthält 55 % Linolsäure (Omega-6), 18 % Alpha-Linolensäure und 3 % Gamma-Linolensäure (Omega-3).
Nutzen Sie diese Erkenntnisse für ihren Hund. Herzprobleme häufen sich auch bei Hunden.
Nehmen Sie die Versorgung mit diesen Fettsäuren besonders ernst, denn mangelhafte Versorgung damit führt zu vermindertem Zellstoffwechsel, Durchlässigkeit der Membrane, verlangsamter Zellteilung, also auch mangelhafter Regeneration, Anfälligkeit für Entzündungen, insbes. der Haut, schlechterer Immunabwehr, deshalb auch schlechter Wundheilung. Erkennbar ist der Mangel zuerst am Fell, dann aber auch an Leistungsschwäche und Nervosität. Unfruchtbarkeit ist eine weitere Folge. Wie wichtig diese Fettsäuren für die Aufzucht der Welpen sind, kann leicht aus der Zusammensetzung der Muttermilch erkannt werden. Der Anteil an Linolsäure z.B. ist im Vergleich zur Kuhmilch sechsmal so hoch.
Ob der Züchter fertige Alleinfutter für tragende Hündinnen und für die Aufzucht der Welpen als die optimale Lösung ansieht, muß er für sich selbst entscheiden. Rein von den Analysewerten her betrachtet, mag das alles richtig und ausreichend sein. Ob aber die biologische Wertigkeit, also die Erhaltung der natürlichen Vitalstoffen und die Speicherung von Licht in den Zellen noch ausreicht? Ob auch die Versorgung mit den richtigen Fetten stimmt?
Die technischen Verfahren lassen immerhin gewisse Zweifel aufkommen, besonders eben dann, wenn es sich um die Versorgung mit natürlichen Vitalstoffe, z.B. Vitaminen pflanzlicher oder tierischer Herkunft und ungestättigten Fettsäuren in unveränderter Form handelt.
Während der Trächtigkeit und der Welpenaufzucht sollte ganz besonders auf die Versorgung mit einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren geachtet werden. Sie gehören unbedingt zur täglichen Versorgung von Mutter und Welpen.
Wenn Welpenmilch künstlich hergestellt werden muß, dann empfiehlt es sich, einen Anteil Kolsal-Kolostrum-Extrakt zu nehmen und dazu u.a. Lachsöl und Hanföl wegen der optimalen Verteilung der Fettsäuren.
Literaturhinweise
Helmut Meyer, Jürgen Zentek, "Ernährung des Hundes", Paul Parey Verlag, Stuttgart.
Hans K. Bieslaski Hrsg., "Ernährungsmedizin", Georg Thieme Verlag, Stuttgart.Bitte beachten Sie: Optimale Nährstoffversorgung ist kein Ersatz für die Diagnose und Therapie eines Tierarztes oder Tierheilpraktikers im Krankheitsfall. Stellen Sie ihr erkranktes Tier unbedingt dem Fachmann oder der Fachfrau vor und besprechen Sie anhand deren Diagnose, wie Sie die Therapie am besten durch verbesserte Nährstoffversorgung unterstützen und begleiten können.
Mit freundlicher Genehmimgung der Fa. PerNaturam
Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren sind für Hunde essentiell, der Körper kann sie also nicht selbst herstellen, sie müssen deshalb täglich mit der Nahrung aufgenommen werden.
Der Bedarf wird selten gedeckt. Wie sollte er auch? Die pflanzlichen Lieferten, vor allem Samen, werden kaum verfüttert. Im Darminhalt der Beutetiere des Wolfes waren sie aber in großen Mengen vorverdaut enthalten. Auch die Zugabe in sog. Alleinfuttern löst das Problem kaum, da diese Futter, schon aus Hygienegründen und entsprechenden Vorschriften, alle hocherhitzt werden müssen. Dabei verändern die Fettsäuren ihre Struktur und verlieren dadurch, zumindest teilweise, ihre Funktionsfähigkeit.
Omega-3-Fettsäuren sind essentiell, sie müssen also täglich zugefüttert werden.
Der Bedarf von mindestens 50 mg (0,5 g) für einen Hund mit 10 Kilo Gewicht wird selten gedeckt. Der Bedarf tragender oder säugender Hündinnen und ihrer Jungen liegt mindestens dreimal so hoch, mehr wäre besser. Reich an diesen Fettsäuren sind alle Fischöle. Sie haben den Vorteil, die gewünschten Endprodukte, EPA und DHA (s.u.!) direkt zu liefern. Aus den Pflanzenölen muß der Körper sie erst noch herstellen. Trotzdem sind diese zu empfehlen, z.B. Hanf-, Borretsch-, Nachtkerzen-, und auch Leinöl.
Omega-3-Fettsäuren sind notwendige Baustoffe für Zellmembrane und Ausgangsstoffe für verschiedene Gewebshormone, ohne die der Zellstoffwechsel nicht funktionieren kann.
Schauen Sie bitte auch in unseren Shop, da finden Sie passende Öle.
Abgesehen davon, müßte zuerst einmal geprüft werden, ob diese Fettsäuren überhaupt in unveränderter Form zugesetzt wurden. Daran darf man nämlich zurecht zweifeln, weil diese Öle sehr schnell ranzig werden, was vor allem dann passiert, wenn sie auf einer großen Oberfläche verteilt werden, also dem Sauerstoff ausgesetzt sind.
Die Fachwissenschafter Meyer und Zentek geben einen täglichen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren von 50 mg pro Kilo Körpergewicht an. Nach deren Angaben sollte die Versorgung mit den beiden essentiellen Gruppen Omega-6 und Omega-3 im Verhältnis von etwa 4 zu 1 liegen. Ein Hund mit 10 kg Gewicht käme danach mit 0,5 g täglich aus. Das dürfte für einen jungen, gesunden Hund ausreichen. Dieser Bedarf läßt sich leicht mit einem bis zwei Teelöffel Lachsöl, Hanföl, Nachkerzenöl oder Borretschöl, also ca. 3 – 6 ml decken.
Das Leinöl, sehr reich an diesen Fettsäuren, hat leider den Nachteil, extrem schnell ranzig zu werden. Man sollte es nur in kleinen Mengen kaufen und sehr kalt lagern.
Uns erscheint die angegebene Menge aber zu gering, wenn es sich um Leistungshunde handelt oder um ältere Tiere und insbesondere dann, wenn Hunde an Herzproblemen und Ekzemen leiden. Dann ist die Zugabe von Omega-3-Fettsäuren eine gute und wichtige Ergänzung zur ärztlichen Therapie.
Tragende und säugende Hündinnen und ihre Welpen haben einen wesentlich größeren Bedarf, er liegt mindestens drei- bis viermal so hoch, mehr kann nicht schaden. Darauf sollte unbedingt geachtet werden, wenn die Zucht und die Entwicklung eines jungen Hundes erfolgreich sein soll.
Der Vorteil von Lachsöl oder andere Fischölen liegt darin, daß sie die beiden wichtigsten Omega-3-Komponenten, das EPA und DHA, bereits enthalten. Pflanzenöle liefern die Linolensäure gewissermaßen nur als Rohstoff, und der Körper wandelt die Ausgangsform der Fettsäure dann in diese beiden Formen um, indem er die Ketten verlängert.
Epa heißt übrigens Eicosapentaensäure und DHA Decosahexaensäure. Das A steht für acid, zu Deutsch Säure.
Diese beiden ungesättigten Fettsäuren sind notwendige Bestandteile der Zellmembrane, ohne die Zellen nicht funktionieren können.
Jede Zelle ist von einer Membran umgeben. Innerlich wird sie von Membranen unterteilt. Für ihre Funktionseinheiten, die Organellen, gilt das ebenfalls.
Zellmembrane regeln die Durchlässigkeit für alle Stoffe, die hinein oder heraus sollen. Viele Enzyme werden nur an den Membranen aktiv.
Da der Körper aus mehreren Billionen Zellen besteht, ist die Bedeutung der Membrane gar nicht zu überschätzen.
EPA und DHA sind auch die Ausgangsstoffe für verschiedene Gewebshormone, die viele Aufgaben erfüllen: Prostaglandine, Thromboxan und Leukotriene.
Prostaglandine steuern beispielsweise Entzündungsprozesse und verringern die Gerinnungsfähigkeit des Blutes.
Thromboxan steigert die Gerinnungsfähigkeit, bewirkt also das Gegenteil. Nur so kann der Körper die Blutgerinnung sinnvoll steuern.
Eine Gruppe der Leukotriene verstärkt in den Blutgefäßen, im Darm und den Bronchien die Fähigkeit der glatten Muskeln, sich zusammenzuziehen, also zu kontraktieren.
Im Körper geht es immer um ein Gleichgewicht. Weder darf ein Prozeß überschießen, noch unterbleiben. Für die Steuerung vieler solcher Prozesse sind die Omega-3-Fettsäuren als Baustofflieferanten unentbehrlich.
Literaturhinweise
Helmut Meyer, Jürgen Zentek, "Ernährung des Hundes", Paul Parey Verlag, Stuttgart.
Hans K. Bieslaski Hrsg., "Ernährungsmedizin", Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
Gunter Metz, "Omega-3-Fettsäuren", Verlagsgesellschaft Forum Medizin.
Peter Singer, "Was sind, wie wirken Omega-3-Fettsäuren?", Umschau Zeitschriftenverlag Bredenstein, Ffm.
"Die Naturheilkunde", Zeitschrift, u.a. Heft 2/07.Bitte beachten Sie: Optimale Nährstoffversorgung ist kein Ersatz für die Diagnose und Therapie eines Tierarztes oder Tierheilpraktikers im Krankheitsfall. Stellen Sie ihr erkranktes Tier unbedingt dem Fachmann oder der Fachfrau vor und besprechen Sie anhand deren Diagnose, wie Sie die Therapie am besten durch verbesserte Nährstoffversorgung unterstützen und begleiten können.
Mit freundlicher Genehmimgung der Fa. PerNaturam
Pfotenpflege zur kalten Jahreszeit
Der erste Schnee sorgt bei unseren Vierbeinern nicht nur für Begeisterung. Ohne eine entsprechende Pfotenpflege können Streusalz und Splitt für Ekzeme und Entzündungen sorgen. Vorbeugend sollten deshalb die Ballen regelmäßig mit einem Präparat mit hohem Fettanteil wie Vaseline oder Bienenwachs eingerieben werden. Beide besitzen hervorragende pflegende Eigenschaften und sorgen für einen guten Schutz gegen Kälte und Salz. Darüberhinaus kann das z.B. in manchen Bienenwachs-Produkten enthaltene Propolis schon spröde und rissige Pfoten vor Schlimmeren bewahren. Propolis, auch Bienenharz genannt, ist ein natürlich vorkommendes Antibiotikum. Zusätzlich sollten die Pfoten nach jedem Spaziergang mit lauwarmen Wasser gut gespült werden um Splitt und Salz zu entfernen.
Ohne diese vorbeugenden Maßnahmen kann es zu Ekzemen zwischen den Zehen kommen. Durch das Salz sind die Pfoten gereizt und der Hund beginnt zu lecken. Durch das andauernde Lecken mit der rauhen Zunge verschlimmert sich die Reizung und es enstehen Leckekzeme, die dann durch einen Tierarzt behandelt werden müssen.
Für nicht empfehlenswert halten wir das dauerhafte Tragen von Schutzschuhen. Zum einen bildet sich durch Schwitzwasser oder von außen eindringende Feuchtigkeit leicht ein feucht warmes Millieu und bereitet so einen prima Nährboden für Pilzinfektionen. Zum anderen: Hunde "fühlen" über ihre Pfoten und sind unter Umständen beim Laufen mit Schuhen sehr beeinträchtigt, insbesondere wenn alle Pfoten eingepackt sind.
In der Regel empfinden Hunde das Tragen von Schuhen als unangenehm und hinderlich.
Das Tragen eines einzelnen Schuhs macht dann Sinn wenn eine Verletzung oder Reizung an einer Pfote vorliegt. Da dies durchaus vorkommen kann, sollte der Hund vorher schon einmal damit bekannt gemacht werden. Das kann man zu Hause ganz einfach üben indem man ihm ab und an mal ein Söckchen über ein Pfötchen zieht. Viele Hunde sind recht empfindlich an den Pfoten, besonders wenn es darum geht sich etwas darüber streifen zu lassen.
Rettungshunde z.B., welche solch einen Pfotenschutz im Job schon mal an allen vier Füßen tragen, sind entsprechend daran gewöhnt. Diese Schuhe sind an der Sohle verstärkt und rutschgehemmt, damit sich die Tiere nicht an scharfkantigen Steinen o.ä. Verletzten. Ansonsten sind diese Schuhe sehr eicht und luftdurchlässig - im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Schutzschuhen.
Diabetes und Zucker
Diabetes, meist eine Folge von zuviel Zucker
Wölfe verschlingen, wenn sie eine Maus erbeutet haben, die ganze Maus mit Haut und Haaren. Im Darm der Maus ist auch ein geringer vorverdauter, also aufgeschlossener Anteil Stärke aus Körnern, z.B. Grassamen, die die Maus gefressen hatte. Nicht anders ist es, wenn er ein größeres Beutetier erlegt hat. Auch dann frisst er den Darminhalt, in dem unter vielen anderen Stoffen etwas Stärke enthalten ist, aber eben nur etwas. Im Verhältnis zum ganzen Körper seiner Beute ist das nur ein geringer Anteil.
Daran sollte man sich orientieren, wenn man seine Hunde ausgewogen ernähren will.
Zusammenfassung
Hunde sind als Nachfahren der Wölfe keine Stärkeverwerter. Die Nahrung der Wölfe besteht aus dem ganzen Beutetier, also Fleisch, Innereien, Blut, Darm mit Inhalt, Knochen, Sehnen, Bänder, ein vollständiges Immunsystems, Haut etc.
Stärke macht nur einen geringen Anteil aus, der im Darm der Beute als halbverdauter Brei enthalten ist. Hunde sollten, was die Zusammensetzung angeht, nicht anders ernährt werden.
Die meisten Fertigfutter heute enthalten zuviel Stärke, die z.T. durch die hohen Temperaturen bei der Herstellung der Futter sogar aufgeschlossenen oder bereits in Zucker umgewandelt wurde.
Stärketräger sind alle Getreide, also Reis, Mais, Weizen, Gerste etc., dann Nudeln und Kartoffeln.
Der Hund ist kein Vegetarier und lässt sich auch nicht dazu machen ohne schwere gesundheitliche Schäden.
Um Stärke verdauen, also in Zucker umwandeln zu können, muss die Bauchspeicheldrüse vermehrt Enzyme herstellen. Zuerst wird sie damit überfordert, später versagt sie in vielen Fällen den Dienst.
Ähnliches gilt für die Verwertung von Zucker im Körper als Folge des überhöhten Stärkeanteils. Die Produktion von Insulin muss erhöht werden, bis die Bauspeicheldrüse (Langerhans'sche Inseln) es nicht mehr schafft. Versagt sie, ist Diabetes die Folge.
Um die Bauchspeicheldrüse zu entlasten, sollte auf Stärke und Zucker weitgehend verzichtet werden, denn als Energieträger benötigt der Hund vor allem Fette und nur in ganz geringem Umfang Zucker. Dies entspricht seiner 50 Millionen Jahre dauernden Entwicklung.
Hat der Hund bereits Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, lassen sich deren Funktionen unterstützen mit "Pankrema" von PerNaturam.
Fett macht auch nicht fett, sondern der hohe Kohlenhydratanteil (Stärke und Zucker) im Futter, der im Körper in Depotfett umgewandelt wird.
Lesen Sie mehr darüber unter "Übergewicht als Folge von zuviel Stärke im Futter" und "Pilze im Darm durch Stärke und Zucker"
Über viele Millionen Jahre hat sich das gesamte Verdauungssystem, also alle daran beteiligten Organe, dieser Ernährung angepasst und so gilt es, mit geringen Veränderungen, auch genauso für die Hunde, egal, ob man ihnen den Wolf noch ansieht oder nicht. Auch die Darmflora gehört dazu. Sie besteht aus Billionen Bakterien von weit mehr als 100 verschiedenen Arten. Jede Art ist spezialisiert auf die Verdauung einer bestimmten Stoffgruppe in der Nahrung des Hundes. Und je nachdem, was gefüttert wird, können sich bestimmt Arten mehr und andere weniger vermehren und den Darm besiedeln.
Deshalb muss man bei einer Futterumstellung etwas Geduld haben; es kann leicht 14 Tage dauern, bis sich die richtigen Bakterien wieder ausgebreitet haben. Wer zuvor aufgibt und sagt, mein Hund verträgt z.B. Frischfleisch nicht, hat diesen Zusammenhang ganz einfach nicht verstanden und ist vielleicht auch falsch beraten worden. Das passiert oft dann, wenn den Hundehaltern sog. Diätfutter, die der Hund angeblich dringend braucht, empfohlen oder aufgeredet werden.
Anstatt diese natürlichen Zusammenhänge zu beachten, wurde in den vergangenen 20 Jahren aus dem Fleischfresser Hund ein Stärkefresser gemacht. In vielen Futtern, Trocken- oder auch Nassfuttern, ist der Anteil an Stärke aus Getreiden, also Reis, Mais, Weizen, Gerste und anderen Körnern, auch aus Kartoffeln und anderen Stärkelieferanten, extrem hoch, häufig liegt er bei 30 % und darüber. Das wir den Hundehaltern häufig als Diät gepriesen. Eine wirklich erstaunliche Argumentation, wie wir meinen.
Der Wolf ist zwar nicht ausschließlich ein Fleischfresser, eher ein Allesfresser, wie oben beschrieben, aber mit überwiegendem Anteil von Fleisch, Blut, inneren Organen, Sehnen, Bändern, Knochen etc., aber ganz sicher ist er kein Vegetarier oder gar ein Körnerfresser. Einen geringen Anteil an vegetarischem bekommt er über den Darminhalt seiner Beutetiere immer und braucht das auch unbedingt, manches sammelt er gelegentlich selbst, wie reife Früchte im Herbst.
Auf den gewaltigen Andrang an Kohlenhydraten im Futter aber, den man unseren Hunden heute häufig zumutet, hat er sich nie eingestellt, auch wenn er wahrscheinlich mit Kohlenhydraten schon etwas besser fertig wird als sein Vorfahre, der Wolf.
Der Wolf gewinnt seine Energie normalerweise aus dem Fett seiner Beute, darauf ist er spezialisiert, nicht aus Stärke oder Zucker, und nur die roten Blutkörperchen, die Erythrozyten brauchen unbedingt Glucose als Energielieferanten. Der Stärke- bzw. Zuckerbedarf ist deshalb, bezogen auf den Gesamt-Energiebedarf, relativ gering.
Es ist für uns deshalb völlig unverständlich, wie man heute diesen hohen Stärkeanteil in fast jedem Hundefutter rechtfertigt, ohne sich über die Folge Gedanken zu machen und die Verbraucher darüber auch zu informieren.
Es wir ja sogar damit geworben, dass durch die hohen Temperaturen beim Herstellungsprozess von Extrudaten (das sind die meisten Trockenfutter), über die man sonst gerne schweigt, die Stärke aufgeschlossen wird und sie dadurch dem Hund optimal verfügbar macht. Man tut also so, als habe der Hund von Natur aus ein Problem damit, Stärke aufzuschließen, das sei aber für seine Gesundheit unerlässlich. Man unterstellt damit, dass die Natur den Wolf und mit ihm den Hund schlecht ausgestattet habe und das könne man nun endlich mit der aufgeschlossenen Stärke korrigieren. Das ist "Ein dicker Hund"
Stärke wird im Darm von Enzymen gespalten und letztlich umgewandelt in Glucose, also Zucker. Diese Enzyme werden überwiegend von der Bauspeicheldrüse und der Darmschleimhaut produziert. Der Zucker gelangt über die Darmwand in den Körper und den Blutkreislauf. Die Bauspeicheldrüse, bzw. die Langerhans'schen Inselzellen schütten nun Insulin aus, mit dessen Hilfe der Zucker in die Zellen transportiert wird, bis diese "voll" sind.
Die Bauchspeicheldrüse eines Hundes ist nicht auf den gewaltigen Andrang von Zuckern eingestellt, sie arbeitet deshalb bis an ihre Leistungsgrenze. Irgendwann erlahmen die Drüsenzellen, letztendlich kann sich Diabetes einstellen und dies geschieht ja inzwischen oft genug, eine Krankheit, die es früher bei Hunden kaum gab, nicht anders übrigens als bei uns Menschen, wo die Anzahl der Zuckerkranken ja auch ständig zunimmt; eine Folge einseitiger Ernährung mit viel zuviel Zucker.
Dieses Aufspalten von Stärke im Darm macht noch Arbeit, und so einiges vom Überschuss an Stärke bleibt unverdaut und kann den Darm wieder verlassen, ohne den Körper zu belasten. Ist die Stärke aber bereits aufgeschlossen oder sogar schon durch eine häufig auftretende Reaktion im Extruder bereits zu Zucker umgewandelt, wird der Körper mit Zucker regelrecht überschwemmt. Und keiner spricht darüber. Das wäre aber eigentlich die Beratungsaufgabe von Veterinären, wenn sie sich denn unabhängig von Futterherstellern informiert hätten. Damit würden sie ihrer Aufgabe als Ärzte gerecht.
Die Empfehlung beispielsweise, den Hunden Reis mit irgendeinem Fleisch als Diät zu füttern, ist nicht nachvollziehbar, Reis ist kein Futter für Hunde und als Diät auch nicht zu rechtfertigen. Allzuleicht handelt man sich, wenn man mit dieser Methode eine Krankheit unterdrücken oder gar beseitigen will, eine andere schwerwiegendere ein, wie eben Diabetes oder nach einer vorübergehenden Überfunktion der Bauchspeicheldrüse eine anschließende Unterfunktion.
Wer die Bauchspeicheldrüse schützen will, egal ob Über- oder Unterfunktion festgestellt wurde, sollte zuerst einmal auf Stärke und Zucker verzichten, also Reis, Mais, Weizen, Gerste, Roggen, Nudeln, Kartoffeln, vor allem dann, wenn sie auch noch durch hohe Temperaturen aufgeschlossen wurde, wie bei allen Extrudaten, vielen Presslingen, Nudeln und Kartoffeln, wie oben ausführlich beschrieben.
Hohe Temperaturen entstehen vor allem beim Extrudieren - und so werden die meisten Futter hergestellt - ähnlich hohe Temperaturen, wie beim Brotbacken. Da wird die Stärke ja auch aufgeschlossen und für uns erst verfügbar gemacht.
Auch die Kartoffelstärke kann nur verdaut werden, wenn die Kartoffel gekocht wird.
Wenn Sie eine Diät durchführen müssen oder wollen, dann weichen Sie aus auf Gemüse und Kräuter oder auch Früchte, die Fruktose enthalten und keine Glucose.
PerNaturam bietet Ihnen dafür Bauergarten, eine Gemüsemischung entweder fein und grob, die aus Rote Bete, Möhre, Sellerie, Pastinake, Hagebutte und Apfel besteht, und Bauergarten grün, fein granuliert, er besteht aus Selleriewurzel und Stiele, Pastinake, Petersilie, Zucchini und Apfelstückchen
Der 30-Kräutergarten ist eine wunderbare Mischung aus 30 Heil- und Gewürzkräutern. Eine ähnliche breite Mischung haben die Beutetiere des Wolfen auch in ihrem Darm. Und darum geht es uns.
Wenn Sie die Funktionen der Bauchspeicheldrüse unterstützen wollen, falls diese Drüse Hilfe braucht, gibt es "Pankrema" von PerNaturam.
Lesen Sie mehr über diese Thematik unter "Übergewicht als Folge von zuviel Stärke im Futter" und "Pilze im Darm durch Stärke und Zucker"
Bitte beachten Sie: Optimale Nährstoffversorgung ist kein Ersatz für die Diagnose und Therapie eines Tierarztes oder Tierheilpraktikers im Krankheitsfall. Stellen Sie ihr erkranktes Tier unbedingt dem Fachmann oder der Fachfrau vor und besprechen Sie anhand deren Diagnose, wie Sie die Therapie am besten durch verbesserte Nährstoffversorgung unterstützen und begleiten können.
Mit freundlicher Genehmimgung der Fa. PerNaturam
Krebs, Stärke und Zucker
Krebs und Zucker: Haben die was miteinander zu tun? Ja, haben sie!
Die Hunde-Fachzeitungen verschweigen dieses Thema, obwohl es in der Humanmedizin und -Ernährung aktuell in vielen wissenschaftlichen Veröffentlichungen behandelt wird. Die meisten Futterhersteller tun so, als hätten sie von diesem Thema noch nie etwas gehört, vielleicht haben sie ja auch wirklich nicht (Aber warum?).
So kommt es, dass die Hundehalter über den Zusammenhang von Krebs und Zucker nicht informiert sind.
Wir holen das hier nach.
Zusammenfassung:
Krebszellen gewinnen ihre Energie nicht ärob durch "Verbrennen" (Oxidation) von Glucose (Zucker) mit Sauerstoff, sondern anärob, also ohne Sauerstoff. Dabei fällt Milchsäure an, die das umgebende Gewebe lockert und die Ausbreitung der Krebszellen erleichtert.
Bei der normalen Verbrennung entsteht nur CO2 (Kohlendixoid), das ausgeatmet wird, Wasser und 100 % der gespeicherten Energie werden frei. Sie ist also vollständig.
Bei der anäroben Energiegewinnung wird nur 1/16 der im Zucker gespeicherten Energie gewonnen, der große Rest bleibt in der Milchsäure. Die Krebszellen benötigen also extrem viel Glucose, mindestens 16-mal soviel, um ihren Energiebedarf zu decken. Der Weg über Fette ist ihnen versperrt.
Glucose, also Zucker, entsteht durch Umwandlung von Stärke im Darm oder wird auch direkt mit dem Futter zugefüttert. Stärketräger sind Reis, Mais, Weizen, Gerste, Roggen, Nudeln, Kartoffeln. Sie sollten in einem guten Hundefutter nur in kleinen Mengen enthalten sein.
Ein hoher Anteil an Zucker im Futter ist also wahrscheinlich im Anfangsstadium einer Krebserkrankung ein Auslöser für die Tumorbildung. Bei krebskranken Hunden entwickelt sich häufig eine Zuckersucht, auf die man achten sollte.
Lesen Sie auch `Diabetes, meist eine Folge von zuviel Stärke und Zucker´, `Stärke, Zucker und Gewichtsprobleme´, `Stärke und Zucker sind Futter für Pilze im Darm´ und ´Gestörter Säure-Basen-Haushalt´.
Die meisten Krebszellen unterscheiden sich grundlegend von normalen Zellen.
Eine gesunde Körperzelle gewinnt einen Teil der benötigten Energie, indem sie Glucose vollständig verbrennt zu CO2 (Kohlendioxid) und Wasser, dafür benötigt sie Sauerstoff.
Ganz anders die Krebszellen: Sie vergären stattdessen Glucose zu Laktat, also Milchsäure. Für diesen Prozess, den man Glykolyse nennt, wird kein Sauerstoff benötigt. Sie tun das immer, auch dann, wenn Sauerstoff verfügbar ist.
Dieser Prozess hat einen gravierenden Nachteil, er liefert nur 1/16 der Energie im Vergleich zur vollständigen Verbrennung. Krebszellen benötigen also wesentlich mehr Zucker (Glucose) als normale Zellen, um ihren Energiebedarf zu decken, wenigstens 16 mal soviel. Sie saugen die Glucose aus dem Transportmittel Blut regelrecht an. Darüber gibt es genaue Untersuchungen, die sog. Pet-Analyse. Der hohe Zuckerbedarf der Krebszellen führt zu steigendem Appetit auf Zucker und eine entsprechende Abhängigkeit. Achten Sie bei ihrem Hund darauf!
Hoher Anteil an Stärke und Zucker hat noch mehr unerfreuliche Folgen: Pilzwachstum im Darm wird gefördert, der Darminhalt versauert, die Bauchspeicheldrüse wird überfordert, Zucker wird in Fette umgewandelt, der Hund wird zu schwer.
Lesen Sie mehr darüber unter: `Diabetes, meist eine Folge von zuviel Stärke und Zucker´, `Stärke, Zucker und Gewichtsprobleme´, `Stärke und Zucker sind Futter für Pilze im Darm´ und `Gestörter Säure-Basen-Haushalt´.
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Warum die Krebszellen diesen archaischen Weg der Glycolyse gehen, wird diskutiert. (Die archaische Gewinnung von Energie ohne die Oxidation mit Sauerstoff, also anärob, ist typisch für alle frühen Lebewesen auf dieser Erde, denn damals gab es den freien Sauerstoff noch nicht. Der wurde erst langsam, parallel mit der Entwicklung der Pflanzen, produziert. Für die meisten Lebewesen war Sauerstoff ein gefährliches Gift, für alle anäroben Bakterien ist er das immer noch.)
Es gibt dafür eine Anzahl Argumente, von denen wir hier nur vier erwähnen wollen.
- Zellen, in denen Energie durch Oxidation mit Sauerstoff gewonnen wird, also auf dem normalen Weg, tun das in ihren Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen. Der Preis dafür ist die Entstehung von freien Radikalen, vor allem H2 O2 (Wasserstoffsuperoxid), die in ihrer Umgebung schwere Schäden anrichten können. Dadurch wird häufig die sog. Apoptose ausgelöst, das ist das Selbstmordprogramm der Zellen. Krebszellen sind davor durch die Vergärung von Glucose geschützt. Das macht sie potentiell unsterblich.
- Bei der Vergärung entsteht Milchsäure, die zu einer Übersäurung des umliegenden Gewebes führt und die Strukuren lockert, so dass die Krebszellen sich leichter ausbreiten können.
- Es wird auch vermutet, dass bei der Gärung entstehende Stoffe die Immunzellen inaktivieren.
- Bei Sauerstoffmangel wird ein Faktor gebildet, der die Vergärung und die Neubildung von Blutgefäßen fördert, ein Vorteil für das Wachstum von Krebszellen.
Wenn diese und noch weitere Voraussetzungen erfüllt sind, kann sich ein Tumor ungehindert ausbreiten und Zellen streuen, die dann zu Metastasen auswachsen.
Krebsartige Zellen entstehen in jedem Körper ständig. Ein Tumor kann sich nur bilden, wenn das Überwachungssystem des Körpers überwunden wurde, also u.a. das Immunsystem und die enzymatische Abwehr von Entzündungsprozessen, die immer am Krebsgeschehen beteiligt sind.
Im Anfangsstadium werden Krebszellen normalerweise von den Zellen des Immunsystems vernichtet. Es ist auch wahrscheinlich, das sich eine Weiterentwicklung zum Tumor durch rechtzeitigen Energieentzug, also eine entsprechende Diät mit sehr wenig Zucker, verhindern lässt.
Für die Richtigkeit dieser Annahmen spricht, dass in Muskeln insbes. im Herzmuskel kaum Krebszellen bzw. Metastasen oder Tumore gefunden werden, denn in Muskeln werden vor allem Fettsäuren und Ketonkörper, aber weniger Glucose, verbrannt. Auch deshalb sind die Fettsäuren so wichtig für den Hund und die Omega-6-Fettsäuren besonders für das Herz.
Füttern Sie Ihrem Hund täglich Öle, vor allem Lachsöl und Hanföl, die sich ideal ergänzen, oder Silky-Coat, das Spezialöl für Haut und Fell mit einer idealen Fettsäurestruktur. U.a. ist darin das Öl der marokkanischen Wundernuss enthalten, das Arganöl. Schauen Sie bitte nach in unserem Shop!
Man wird sich also auch in der Veterinärmedizin langsam von der Vorstellung trennen müssen, dass Gene alleine für die Entstehung von Krebs verantwortlich sind.
Wir empfehlen Ihnen, den Krebszellen rechtzeitig die Nahrung zu entziehen, also den Zucker, am besten so früh, dass die regelmäßig auftretende Krebszellen gar nicht erst dazu kommen, sich zu vermehren und Tumore auszubilden. Natürlich kann dies auch noch dann geschehen, wenn der Krebs bereits aufgetreten ist, wenn auch mit geringeren Erfolgsaussichten. Am besten ist es für den Hund, ihn wieder mit dem zu ernähren, was die Natur für ihn vorgesehen hat: Blut, Fleisch, Innereien, Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen und dem, was der Darm der Beutetiere enthält.
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Wenige Spezialisten unter den Bakterien lernten vor mehr als einer Milliarde Jahren, Energie durch Oxidation mit Sauerstoff zu gewinnen. Aus ihnen gingen auch die Mitochondrien hervor, die also nichts anderes sind als in Zellen eingewanderte Bakterien, für die sie die Energie bereitstellen und von deren Nahrungsangebot sie leben dürfen. Dies geschieht also zum gegenseitigen Nutzen. Man nennt so etwas eine Symbiose.
Für viele Bakterien, die anäroben, ist Sauerstoff immer noch tödlich giftig. Viele im Darm lebende Arten gehören dazu, die man als Darmflora bezeichnet. sie sind für die Gesundheit der Hunde unentbehrlich. Sie helfen bei der Verdauung und schützen vor Infektionen.
Literaturhinweise:
"Kohlenhydrate, Glykolyse und Krebs", Prof. Gerd Birkenmeyer, in "Praxis Magazin" 4/06.
Bitte beachten Sie: Optimale Nährstoffversorgung ist kein Ersatz für die Diagnose und Therapie eines Tierarztes oder Tierheilpraktikers im Krankheitsfall. Stellen Sie ihr erkranktes Tier unbedingt dem Fachmann oder der Fachfrau vor und besprechen Sie anhand deren Diagnose, wie Sie die Therapie am besten durch verbesserte Nährstoffversorgung unterstützen und begleiten können.
s.a.: Publikationsverzeichnis www.tavarlin.de/pub.html, Dr. J.F. CoyMit freundlicher Genehmimgung der Fa. PerNaturam
Verdauungsprobleme
Viele Hunde haben Probleme mit der Verdauung. Die Ursache einer solchen Störung, die oft Monate oder Jahre zurückliegt und deshalb nur noch schwer als solche erkannt wird, steht in den meisten Fällen falsche Ernährung, oft eine sehr einseitige. Der Vermittler der Nährstoffe und Vitalstoffe ist der Darm mit seiner extrem hohen Anzahl an Darmbakterien, die ganz unterschiedliche Aufgaben erfüllen müssen, vom Schutz vor Infektionen mit krankmachenden Bakterien, Pilzen oder auch Viren angefangen, über die Verdauungshilfen bis zur Produktion von lebenswichtigen Vitaminen.
Zusammenfassung des Artikels
Viele Hunde leiden unter anhaltenden Verdauungsproblemen, haben zu weichen Kot oder auch Durchfall. Meistens ist eine Ursache dafür unausgewogene Ernährung über lange Zeit und daraus folgend eine oft schwer gestörte Darmflora. Dieses Problem kann man nicht mit Antibiotika beheben.
Die Behauptung, mit einem Alleinfutter Hunde richtig ernähren zu können, halten wir für ein Märchen. Diese Ernährung entspricht nicht dem natürlichen Bedarf des Hundes. Auch sind die Ansprüche von Rasse zu Rasse, aber auch individuell, verschieden. Darauf muss der Halter eingehen.
Der beste Garant für Gesundheit ist ein Darm im Gleichgewicht, also ausgestattet mit einer harmonisch aufgebauten Darmflora. Voraussetzung dafür ist vor allem eine vielfältige Ernährung, die reich ist an Gemüsen und Kräutern, aber auch an weiteren Nährstoffen, wie ein Wolf sie auch über seine Beutetiere bekommen würde.
Hilfreich bei Durchfällen sind Montmorillonit (unser Produkt Terrasan) und Galakturonsäuren (unser Produkt Garon forte). Sie binden Bakterien und Gifte im Darm, die dann ausgeschieden werden und keinen Schaden mehr anrichten können. So unterstützen Sie die erwünschte und hilfreiche Darmflora.
Besonders wichtig bei Welpen sind zusätzlich Immunglobuline (Antikörper) von Typ A, die im Darm eine schützende Wirkung entfalten.
Seit Jahren wird den Hundehaltern suggeriert, dass sie ihren Hund mit einem Alleinfutter richtig und vollständig ernähren können, und dass Zusätze nicht erforderlich seien. Eine solche Fütterung ist für den Halter bequem, vor allem wenn er dabei ein ruhiges Gewissen hat.
Diese Art der Ernährung geht aber am Bedarf des Hundes, der ja immer noch ein verkleideter Wolf ist, völlig vorbei. Die Ernährung des Wolfes mit ihrer ganzen Vielfalt sollte in jedem Falle, auch bei kleinen Rassen, das Vorbild für die Fütterung jedes Hundes sein. Abgesehen davon würde auch wohl niemand sein Kind nur mit Fertiggerichten oder Tütensuppen ernähren wollen.
Schon die natürlichen individuellen Unterschiede zeigen uns, dass der Bedarf an verschiedenen lebenswichtigen Stoffen von Tier zu Tier verschieden ist, nicht anders als bei uns Menschen auch. Das kann man mit einem einzigen Futter gar nicht leisten. Jedes Lebewesen hat ein individuelles ererbtes Enzymsystem, das darüber entscheidet, wie gut und wie schnell bestimmte Stoffe aus der Nahrung verwertet und zu körpereigenen umgebildet werden können. Daraus folgt eben auch ein unterschiedlicher Bedarf.
Diese Verschiedenheit ist oft am besten zu verstehen, wenn man sie sich an einem allseits Beispiel verdeutlicht. Alle Säugetierjunge bekommen Milch. Der darin enthaltene Milchzucker, die Laktose, kann von den Säuglingen problemlos verdaut und als Energiequelle genutzt werden. Dafür verantwortlich ist das Enzym Laktase, das im Magen gebildet wird. Die Produktion dieses Enzyms wird nach der Säuglingszeit normalerweise eingestellt. Bekommt ein erwachsener Hund Milch, hat das deshalb häufig Durchfall als Folge. Bei Katzen ist das genauso. Bei Menschen kann man unterscheiden zwischen einer kleinen Gruppe von Europäern, die Milchzucker auch als Erwachsene noch verdauen können, also noch Laktase produzieren, und einer sehr großen Gruppe, zu der alle Asiaten und Schwarzhäutigen zählen, die das nicht mehr können und deshalb nur gesäuerte Milch zu sich nehmen; darin ist der Milchzucker von Bakterien in Milchsäure umgewandelt worden.
Zu den Unterschieden, die mehr oder weniger schon beim Wolf angelegt sind, kommen noch weitere hinzu als Folge der Domestikation, die ja mindestens schon 30.000 Jahre währt.
Das Verdauungssystem der Hunde hat sich den veränderten Umständen, also dem Leben bei uns Menschen, in einem erheblichen Maße angepasst. Deshalb reagiert auch nicht ein Hund wie der andere auf ein bestimmtes Futter und der Bedarf ist dementsprechend verschieden. Oft gilt das ganz besonders für die verschiedenen Rassen. Bei der Rassebildung wird ja konsequent auf bestimmte Fähigkeiten, inzwischen oft auch nur auf äußere Merkmale hin selektiert. Dabei nimmt man keine Rücksicht auf die Fähigkeiten des Enzymsystems, übrigens meist auch nicht auf die des Immunsystems.
Einige vererbbare Enzymmangelerkrankungen der Hunde seien hier erwähnt: Fucosidose, Gangliosidose, Mucopolysaccaridose, Phosphofructokinasedefizienz, Pyruvatkinasedefizienz. Ob diese Erkrankungen auch schon beim Wolf auftreten, müsste erforscht werden. Sicher ist, dass ein Wolf, dessen Vitalität durch eine solche Krankheit bereits vor Beginn der Fruchtbarkeit beeinträchtigt ist, kaum eine Chance hat zu überleben und sich fortzupflanzen
Bei der optimalen Ernährung eines Hundes geht es immer um Vielfalt der Futterkomponenten einerseits, und ein individuelles Angebot andererseits.
Richtig zu füttern setzt einen Lernprozess voraus, und jede Hundehalterin, jeder Hundehalter sollte sich sachkundig machen und zugleich testen, was sein Hund braucht und was ihm am besten bekommt.
Ist die Zusammensetzung der Nahrung falsch, führt das immer zu Verdauungsproblemen, besonders häufig zu Durchfällen. Anhaltende Durchfälle, aber auch ständig zu weicher Kot, weisen auf eine gestörte Darmflora hin.
Daraus resultieren erhebliche Folgeschäden, vor allem bedingt durch die mangelhalfte Aufnahme der Nährstoffe und Vitalstoffe über die Darmschleimhaut und den gestörten Wasserhaushalt.
Ziel muss es sein, durch eine veränderte und optimierte Fütterung, vor allem mit viel Gemüse und Kräutern und eine bessere Vitaminversorgung über natürliche Quellen, die richtige Besiedlung der Darmschleimhaut anzuregen. Es kann nötig sein, die Gemüse kurz zu dämpfen, um sie, auch für die Darmbakterien, leichter verfügbar zu machen.
Zur Regulierung der Darmflora sind Behandlungen mit Antibiotika meistens ungeeignet. Sie stören ja erneut das Bakteriengefüge und vernichten ungezielt eine riesige Anzahl von Bakterien, sehr schnell sind das hunderte Milliarden, und eben nicht nur die krankmachenden.
Eine solche Behandlung ist aber sicher dann an den Anfang zu stellen, wenn eindeutig ein die Darmschleimhaut beherrschender Krankheitskeim diagnostiziert wurde. Dann muss aber das richtige Antibiotikum eingesetzt werden. Das erfordert einen Resistenztest. Andernfalls kann es passieren, dass nur eine Zerstörung der erwünschten Darmflora passiert und dazu noch weitere gefährliche Nebenwirkungen auftreten, der zu bekämpfende Erreger aber wegen seiner Resistenz gar nicht erreicht wird. Der kann sich dann ungehindert weiter vermehren, während die gesunde Darmflora zerstört wird. Die Folgen sind katastrophal. Häufig genug ist genau das passiert.
Den Darm kann man mit feingemahlenem Montmorillonit, einem Tonmaterial, das aus vulkanischen Aschen entstanden ist, entlasten und die Darmflora damit unterstützen. Montmorillonit hat eine riesige Oberfläche, ähnlich der Aktivkohle, an der Bakterien und Gifte gebunden werden; die können dann nicht mehr wirksam werden.
Ähnlich wirkt auch die Galakturonsäure. Sie bietet den Bakterien Andockstellen, wo sie sich festhalten können, anstatt sich an der Darmschleimhaut anzuheften. In der netzartigen Struktur der Galakturonsäuremoleküle werden auch Bakteriengifte und andere Giftstoffe gebunden. Das entlastet den Darm erheblich.
Für Welpen mit Durchfall ist Kolsal-Kolostrum-Extrakt unentbehrlich. Darin enthalten sind Antikörper des Typs A, die vor allem im Darm wirken und den Aufbau der erwünschten Darmflora unterstützen.
Wir meinen, dass jeder Hund für seine Treue und Zuneigung, die meist weit über das hinausgeht, was Menschen so untereinander zu bieten haben, diese Mühe und eine individuelle Versorgung verdient hat.
Bitte beachten Sie: Optimale Nährstoffversorgung ist kein Ersatz für die Diagnose und Therapie eines Tierarztes oder Tierheilpraktikers im Krankheitsfall. Stellen Sie ihr erkranktes Tier unbedingt dem Fachmann oder der Fachfrau vor und besprechen Sie anhand deren Diagnose, wie Sie die Therapie am besten durch verbesserte Nährstoffversorgung unterstützen und begleiten können.
Mit freundlicher Genehmimgung der Fa. PerNaturam
Fische als Überträger von Rickettsien
Fische wie Forellen und Lachse sind Überträger für Rickettsien und können diese auf Menschen oder Hunde übertragen wenn der Fisch roh gegessen wird. Rickettsien können eine ganze Reihe von Krankheiten sowohl beim Menschen als auch beim Hund verursachen.
Gekocht können Sie diese Fische unbedenklich als gesundes Nahrungsmittel verfüttern. Eine andere sehr gute Alternative sind die Lunderland Goldlachsdosen.
Richtiges auftauen von Tiefkühlfleisch
Nehmen Sie unbedingt das Tiefkühlfleisch zum Autauen aus seiner Verpackung. Legen Sie das Fleisch in einen geeigneten Behälter und lassen sie das Fleisch langsam im Kühlschrank auftauen. Entnehmen Sie die Menge an Fleisch die sie grade benötigen und stellen den Rest wieder in den Kühlschrank. Beim auftauen des Tiefkühlfleisches in der eingeschweißten Verpackung, besteht die Gefahr das sich unter anaeroben Bedingungen ( unter Ausschluß von Sauerstoff) Botulismus Bakterien bilden. Botulismus ist eine lebensbedrohliche, meist durch verdorbenes Fleisch hervorgerufene Vergiftung
Botulismus ist eine reine Vergiftung und deshalb nicht ansteckend. Ursache ist meist der Verzehr verdorbener Lebensmittel, meist aus Konserven, in denen sich das anaerobe Botulinumbakterium vermehrt und Botulinumtoxin produziert hat. Mehr Infos dazu finden sie in der Wikipedia.
Stubenreinheit bei Welpen
Kaum ist ein kleiner Welpe bei Ihnen eingezogen, stellt sich dem Welen schon die (v.a. für Sie als Besitzer) wichtigste Aufgabe: Stubenrein werden!
Ihr neuer Mitbewohner ist anfangs noch nicht vollständig in der Lage, seinen Schließmuskel Hunde(r)tprozentig zu kontrollieren, schon gar nicht in aufregenden oder Stresssituationen - wenn er muss, dann meist sofort, auch wenn ein teurer Teppich unter seinen Füßen liegt!
Deshalb: Gehen Sie so oft wie möglich ( mind. alle 2 Std.) mit ihm nach draußen, zusätzlich nach dem Schlafen, nach dem Fressen und nach jedem Spielen!
Verdächtig ist auch:
- Schnüffeln
- sich drehen
- sich wegstehlen!
Am besten bieten Sie ihm als Toilettenplatz einen ruhigen bis langweiligen Ort an, Sie können dort auch ein keines Tuch mit seinem Uringeruch auslegen; Hunde verknüpfen auch den Untergrund mit dem Sich-Lösen, d.h. Wenn er beim Züchter sich beispielsweise schon oft auf Rasen gelöst hat, wird es ihm dort auch am besten gefallen, das gleiche gilt aber leider auch z.B. für Teppiche, wenn er beim Züchter hauptsächlich auf Handtücher, Decken etc. gemacht hat. Schon der Züchter kann viel für die Stubenreinheit tun und den Welpen auf bestimmte Untergründe prägen!
Loben, loben, loben!
Durch positives Feedback lernt Ihr Welpe am schnellsten, das es sich lohnt, sich draußen in Ihrer Anwesenheit zu lösen, also: anfangs IMMER mit raus gehen ( auch in den Garten), damit Sie sofort zur Stelle sind, um den kleinen Hausgenossen leise zu loben + evtl. danach eine kleine Leckerei zu geben, wenn er erfolgreich sein Geschäft erledigt hat!
Rituale
Sie werden schnell erlernt und der Welpe reagiert zukünftig immer auf bestimmte Schlüsselreize, deshalb gehen Sie am besten immer zu Beginn des Spazierganges an den Toilettenplatz. Vermitteln Sie ihm, das erst die Pflicht kommt und dann der Spaß, deshalb gehen Sie auch bei reinen Pinkelrunden noch ein paar Meter oder spielen mit ihm, damit er nicht lernt, das er nach dem Pinkeln gleich wieder rein muss.
Missgeschicke!
Passieren! Dafür sollte ein Welpe auf gar keinen Fall geschimpft, bestraft oder an den "Ort des Verbrechens zitiert" werden, das versteht er nicht! Er soll Ihre Anwesenheit immer als positive empfinden und keine Angst entwickeln, sich in Ihrer Nähe zu lösen; die Folge wäre, das er sich im Haus zum Lösen nur (z.B. hinterm Sofa) versteckt und sich draußen an der Leine in Ihrer Gegenwart nicht mehr traut.
Erwischen Sie ihn beim Hinhocken, reicht es meist aus, ihn hochzuheben und nach draußen zu tragen, um sein Vorhaben abzubrechen. Sollte er schon "mittendrin" sein, klatschen Sie in die Hände und tragen ihn für den Rest ins Freie.
Die Missgeschicke werden am besten kommentarlos in Abwesenheit des Welpen entfernt und die Stelle gründlich vom Geruch befreit (funktioniert gut mit enzyhaltigem Waschpulver).
Zusammenfassend wird Ihr Welpe die Stubenreinheit erreichen wenn er
- eine sichere Verknüpfung gemacht hat, wo er sich lösen soll,
- lange genug anhalten kann und
- gesund ist!
Mit freundlicher Genehmimgung der Tierarztpraxis Kexel, Iserlohn
Zeckenzeit - was tun?
Grade durch den relativ milden Winter tauchen schon die ersten Zecken an Hunden und Katzen auf! Mal abgesehen davon, dass der Befall sowohl für Ihr Tier als auch für Sie als Halter unangenehm ist, können Zecken Krankheiten wie Borreliose, Babesiose, FSME(Frühsommermeningoencephalitis), Ehrlichiose und bakterielle Infektionen übertragen. Denn durch Klimaveränderungen und steigende Globalisierung kommen mitlerweile in Deutschland auch zunehmend bisher unbekanntere Zeckenarten ( z.B. Dermacentor reticularis oder Rhipicephalus sanguineus) und damit die von ihnen übertragenen Krankheiten vor.
Was habe ich als Halter für Möglichkeiten?
Da man mitlerweile selbst in der Stadt Zecken in den Büschen und Sträuchern findet kann man ihnen so gut wie gar nicht aus dem Weg gehen. Auch das Absuchen der Tiere nach dem Spaziergang oder dem Freigang bei Katze ist wenig praktikabel.
Bleibt nur die Prophylaxe vor dem Zeckenbefall durch bestimmte Präparate.
Sie als Halter habe da die Wahl zwischen einem Halsband oder den Spot-on Präparaten, die bei Katzten und Hunden bis 15 kg zwischen den Schulterblättern und bei Hunden über 15 kg zusätzlich am Schwanzansatz aufgetragen werden. Bei der Katze bergen Halsbänder eine nicht unerhebliche Verletzungsgefahr durch z.B. Hängenbleiben, beim Hund hängt es vom Geschmack der Besitzer ab und davon, ob der Hund z.B. oft im Wasser ist.
Wie wirken die Präparate?
Man unterscheidet verschiedene Wirkstoffe, denen gemeinsam ist, dass sie eine repellierende, also abschreckende und insektizide/ akarizide, also abtödende Wirkung haben.
Bei der Katze gibt es hautsächlich den Wirkstoff Fipronil ( z.B Frontline), da Katzen die bei Hunden mitlerweile gängigen Wirkstoffe nicht verstoffwechseln können und Vergiftungen davontragen würden.
Bei Hunden unterscheidet man als Wirkstoff Permethrin ( z.B. Exspot, Fletic, Preventic), Pyriprol ( Prac-tic) oder Amitraz (Promeris), aber auch Deltamethrin ( Scaliborhalsband). Fipronil kann ebenfalls eingesetzt werden, ist den anderen Präparaten aber mitlerweile unterlegen.
Das Spot-on wird monatlich aufgetragen, verteilt sich über den ganzen Körper und bleibt in den obersten Hautschichten. Die Tiere können also ohne Probleme baden und uach für Kinder besteht bei Hautkontakt keine Gefahr, da der Wirkstoff sich nicht auf, sondern in der Oberfläche befindet. Beim Halsband wird er Wirkstoff kontinuierlich über 6 Monate abgegeben, verhält sich sonst aber wie das Spot-on.
Allen Präparaten ist zusätzlich zur Wirkung gegen Zecken eine gegen Flöhe gemeinsam, das Halsband hält auch im Mittelmeerraum ansässige Sandmücken, die Leishmaniose übertragen können, ab und ist gerade bei Reisen in diese Region unerlässlich!
Was ist mit Präparaten aus dem Zoohandel?
Das Problem bei diesen Präparaten ist, dass sie keine erprobten Wirkstoff enthalten dürfen, denn sonst wären sie laut Arzneimittelgesetz nicht freiverkäuflich. Das bedeutet aber auch, dass sie weder in Wirksamkeit noch in Verträglichkeit ausreichend getestet sind. Im besten Fall haben sie keine Wirkung, im schlimmsten Fall können sie toxische Wirkungen wie zum Beispiel bei Teebaumölpräparten bei der Katze oder Hautirritationen bei Neemhaltigen Mitteln. Da sich diese Mittel oder Öle auch auf der Haut halten, ist die Verträglichkeit für Kinder fraglich!
Gibt es Impfungen?
Es gibt einen Impfstoff gegen die Borreliose, den wir empfehlen, wenn man in den Schwarzwald oder Richtung Bayern/Österreich reist, da vor allem dort die Zecken Borreliose in sich tragen. Die Impfung schützt vor ca. 4 bis 5 Borreliosestämme sicher, es gibt aber um die 20 Stämme. Das bedeutet, dass man trotz Impfung keinen 100%igen Schutz hat. Gegen Erlichiose, Babesiose und FSME ( bei Menschen gibt es eine Impfung) gibt es keine Impfungen für den Hund.
Zeckenprophylaxe ist und bleibt also der beste Schutz vor von Zecken übertragenen Erkrankungen.
Mit freundlicher Genehmimgung der Tierarztpraxis Kexel, Iserlohn
Giftpflanzen in Futtermischungen
Sicherlich wurden auch Sie schon auf Lauch, Knoblauch und Luzerne als angebliche Giftpflanzen angesprochen. Alle drei Produkte werden in einigen Foren negativ diskutiert, weil sie in der Datenbank des Instituts für Veterinärtoxikologie der Uni Zürich gelistet sind. Leider werden die Hinweise in der Datenbank nicht vollständig gelesen. Die Auflistung reicht aus, um die Produkte in Foren schlecht zu bewerten.
Ein schlauer Satz von Paracelsius sagt: "Jedes Ding ist ein Gift und jedes ein Heilmittel. Es ist eine Frage der Dosierung!"
Zum Knoblauch (und Lauch):
Knoblauch und Lauch haben eine blutverdünnende Wirkung. Deshalb wird Knoblauch z. B. in der Humanmedizin zur Prophylaxe von Ader-Verschlüssen (z. B. Infarkt, Trombose) eingesetzt. In höheren Dosierungen kann jedoch eben diese blutverdünnende Wirkung auch schädigend sein.
In unseren Flocken ist max. 1 % Knoblauch und/oder Lauch enthalten. Die toxische Dosis Knoblauch liegt bei Hunden bei 5 g pro KG Körpergewicht.
Dies heißt, der 10 KG schwere Hund müßte pro Tag 50 g Knoblauch bekommen, um den unteren Schwellenwert der Toxität zu erreichen. Umgerechnet auf den Anteil in der Flocke würde dies bedeuten, dass der 10 KG schwere Hund 2,5 KG Gemüsemix bzw. 5 KG Lunderland-Mixflocke fressen müsste, um den toxischen Schwellenwert zu erreichen.
Zur Luzerne:
Die Listung der Luzerne in der Giftpflanzen-Datenbank bezieht sich auf Wiederkäuer. Wir haben bisher keinen Hinweis gefunden, dass Luzerne für Hunde unverträglich oder giftig sein solle. Dagegen erwähnen Dr. Meyer und Prof. Dr. Zentek in Ihrem Buch "Ernährung des Hundes, Grundlagen-Fütterung-Diätetik" die Luzerne in der Fütterung des Hundes. Ihr Kommentar:
"Grünmehl aus Luzerne oder Gras, das im Landhandel zu beziehen ist, kommt ggf. als Zusatz zu ballaststoffarmen Rationen (Schlachtabfälle, Kartoffeln, Getreide) oder zur Reduzierung des Energiegehaltes der Ration infrage (bis 5% der Trockensubstanz).........."
Wir haben uns bei der Auswahl von Luzerne als Bestandteil der Gemüsemischung an der Empfehlung von Meyer/Zentek orientiert, das Luzerne (in Maßen eingesetzt) ein hervorragender und unbedenklicher Ballaststoff sind.
Mit freundlicher Genehmigung der Firma Lunderland
BARF - Knochenfütterung
Dieser Text wird zur Zeit überarbeitet!
Sprühhalsbänder – Köpfchen statt Knöpfchen...
...das gilt auch für die viel gepriesenen Sprühhalsbänder, die in verschiedenen Ausführungen den Markt erobert haben. Spätestens seit uns Hundenanny Katja Geb-Mann allwöchentlich im deutschen Fernsehen vorführt, wie jeder Hund, ganz gleich welches Problem er seinen Haltern vermeintlich oder tatsächlich bereitet, mit Einsatz einer Fernbedienung in das Verhalten gepresst werden kann, das Herrchen oder Frauchen beliebt, finden die Halsbänder, die einen angeblich völlig harmlosen Spraystoß von sich geben, steigenden Absatz.
Doch schon der gesunde Menschenverstand lässt einen aufhorchen, wenn Hersteller und Anwender behaupten, dass der jederzeit auszulösende Sprühstoß für den Hund "gar nicht schlimm" sei. Da fragt man sich doch selbst nach nur kurzem Nachdenken, wie es denn möglich sein soll, instinktive, genetisch fixierte Verhaltensweisen wie zum Beispiel das Jagdverhalten durch etwas zu unterdrücken, das dem Hund gar nichts ausmacht?! Dem Hundehalter wird generös angeboten, das Gerät doch selbst mal in die Hand zu nehmen oder um den Hals zu legen, während der Trainer den Auslöser betätigt... und tatsächlich, so schlimm war das doch gar nicht. Ein kurzes "Zischhhh" mit etwas feucht-kalter Luft. "Ja", bestätigt der überzeugte Hundehalter, "das war gar nicht schlimm." Was Hersteller und Trainer jedoch geflissentlich verschweigen (aus Unwissenheit oder in betrügerischer Absicht?!), ist die Tatsache, dass plötzlich auftretende, nicht eindeutig zuzuordnende Zischlaute beim Hund als Angst auslösende, sogar lebensbedrohliche Laute abgespeichert sind, bei denen sofort die Flucht ergriffen werden muss. Jeder kennt den Anblick eines Hundes, der sich selbst im Körbchen `zig mal um die eigene Achse dreht, bevor er sich schließlich gemütlich niederlegt. Es handelt sich bei dieser Verhaltensweise um ein Erbe aus den Zeiten, in denen der Hund noch weitgehend draußen in Freiheit lebte. Bevor er sich hinlegte, drehte er sich mehrfach im Gras oder Laub, um die ausgesuchte Liegestelle als ungefährlich abzusichern. Sollte beim Drehen ein Zischlaut (zum Beispiel von einer Schlange) zu hören sein, würde er sich durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Biologisch sinnvoll... und diesen genetisch fixierten, Angst auslösenden Zischlaut bringen wir Menschen nun in den unmittelbaren Kopfbereich des Hundes! Und drücken vielleicht gleich mehrfach das Auslöseknöpfchen, worauf der Hund ganz leicht nicht nur in Angst, sondern sogar in Panik versetzt werden kann – ohne die Möglichkeit, sich durch die Flucht zur retten!
Eigentlich ist dieser Umstand allein schon Grund genug, niemals zu erlauben, dass einem uns anvertrauten Lebewesen ein solches Gerät angetan (im wahrsten Sinne des Wortes!) wird. Es gibt aber noch mehr Probleme:
Der Hund weiß nie, wann und vor allem warum der Sprühstop ausgelöst wird, befindet sich also in ständiger Erwartungsunsicherheit. Wer wissen möchte, wie sich das anfühlt, dem empfehle ich folgendes Eigenexperiment, das nicht in Anwesenheit eines Hundes durchgeführt werden sollte, damit dieser nicht unnötig verunsichert wird: Bitten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund, Sie wirklich stark zu erschrecken, zum Beispiel durch einen lauten Schrei oder dadurch, dass er plötzlich die Stereoanlage zu voller Lautstärke aufdreht oder zwei Töpfe aufeinander schlägt, wenn Sie gerade überhaupt nicht damit rechnen, sich zum Beispiel entspannt im Sessel zurücklehnen oder gerade mit Freunden Karten spielen. Das Experiment sollte mindestens mehrere Stunden, am besten ein oder zwei Tage dauern und der Schreckreiz sollte in dieser Zeit mehrfach ausgelöst werden - ohne dass Sie wissen, wann dies sein wird. Sie werden merken, dass der eigentliche Reiz, wenn er dann endlich auftritt, bei weitem nicht so schlimm zu ertragen ist, wie die zermürbende Warterei auf ihn. Obwohl man ihn fürchtet, wünscht man ihn schon beinahe herbei in der Hoffnung, dann wieder eine Weile Ruhe zu haben, was aber nicht so ist, da er kurz nach dem Auftreten ein zweites oder drittes Mal ausgelöst wird und dann wieder stundenlang gar nicht, ganz wie es Ihrem Helfer beliebt. Keine angenehme Vorstellung, nicht wahr?!
Aber es gibt noch weitere Probleme. Gleich mehrere ergeben sich aus der Tatsache, dass Hunde über gedankliche Verknüpfung lernen. Trägt der Hund das Halsband und erhält den Sprühstoß, wenn er zum Beispiel auf mehrfachen Zuruf nicht kommt, so möchte der Mensch ihm damit zeigen, dass er dafür mit Schreckreiz bestraft wird, dass er ungehorsam ist. Es kann aber gut sein, dass er in genau diesem Moment zu einem kleinen Kind, einem Jogger oder einem anderen Hund schaut - und den Strafreiz damit verbindet. Das Ergebnis ist dann ein Hund, der noch immer nicht besser auf Abruf reagiert, dafür aber Ängste, evtl. sogar durch die Angst ausgelöste Aggressionen, gegen das entwickelt, was er gerade sah. Die Hundehalter sind dann ratlos, weil ihr Hund "plötzlich" kleine Kinder meidet oder Jogger anknurrt, mit denen er doch bisher bestens auskam. Viele solcher Beispiele finden sich in meiner Hundeschule ein, erst kürzlich ein Rhodesian Ridgeback Rüde, dessen Sprühhalsband immer ausgelöst wurde, wenn er zum Wildern durchbrennen wollte. Bei diesen Spaziergängen war allerdings auch immer seine Gefährtin, der Zweithund der Familie, anwesend. Die Halter kamen nun nicht wegen des unerwünschten Jagdverhaltens zu mir in die Hundeschule, mit dem sie sich inzwischen abgefunden hatten, sondern weil der Rüde seit Wochen die Nähe der Hündin mied. Immer wenn diese den Raum betrat oder sich, so wie früher, zu ihm kuscheln wollte, verließ er mit ängstlichem Gesichtsausdruck das Zimmer und das konnte man sich nicht erklären... Was hatte man diesen beiden Hunden angetan! Welche Gefühle wurden in den Tieren ausgelöst?! Der Rüde hatte nun Angst vor seiner Gefährtin, die er früher heiß und innig liebte, während diese nicht verstehen konnte, weshalb er, der vorher immer leidenschaftlich mit ihr spielte und tobte, sie jetzt mied. Die gleiche Trainerin, die den Einsatz des Sprühhalsbandes empfohlen hatte, empfahl jetzt übrigens, einen der Hunde abzugeben, weil die Tiere sich unterschiedlich entwickelt hätten und einfach nicht mehr gut zueinander passen würden. Die Ängste des Rüden erklärte sie über die angeblich dominante Ausstrahlung der Hündin. Man könnte weinen, wenn man Hunden mit einem solchen Schicksal gegenüber steht – oder es packt einen einfach nur die Wut.
Die Probleme gehen noch weiter, denn nichts generalisiert sich bei Hunden so schnell, wie Geräuschangst. Nicht nur dieser Rüde, sondern auch zahlreiche andere Hunde entwickeln nach Einsatz des Sprühhalsbandes Ängste vor allen möglichen Geräuschen. Das Öffnen einer kohlsäurehaltigen Getränkeflasche, das Zischen von heißem Fett in der Pfanne, Knall- und Schussgeräusche, die dem Hund vorher egal waren, versetzen ihn jetzt in Angst und Schrecken. Der oben erwähnte Ridgeback Rüde zum Beispiel verzog sich mit eingezogener Rute unter den Tisch des Besprechungsraums, als ich eine Wasserflasche öffnete. Dies tat ich nicht, weil ich Durst hatte – trauriger Weise gehört es inzwischen schon fast zum Standardprogramm beim ersten Kennenlernen und Analysieren eines mir vorgestellten Hundes auszutesten, ob er schon mit Sprühhalsband gearbeitet wurde und welche Wunden dies an seiner Seele hinterlassen hat. Die Halterin war auch sehr erstaunt, als ich ihr nach dem "Flaschentest" auf den Kopf zusagte, dass an ihrem Hund sicher schon mit Sprühhalsband gearbeitet worden war. Das wollte sie mir eigentlich gar nicht erzählen, weil sie schon gehört hatte, dass ich gegen den Einsatz dieser Geräte bin. Nachdem ich sie auf die Reaktion ihres Hundes hingewiesen hatte, war sie sehr betroffen. Und wütend, nachdem ich ihr erklärte, weshalb ihr Rüde jetzt Angst vor der Hündin und vor allen möglichen Geräuschen hatte. Wütend auf die Trainerin, die sie auf diese "unerwünschten Nebenwirkungen" nicht aufmerksam gemacht, sondern immer erklärt hatte, wie harmlos der Einsatz des Gerätes sei. Für mich stellt sich die Frage, ob Kollegen, die es einsetzen, um diese Nebenwirkungen nicht wissen, oder ob sie diese bewusst verschweigen, weil kaum jemand bereit wäre, den Einsatz zu erlauben, wenn sie bekannt wären. Und ich stelle mir die Frage, was von beiden eigentlich schlimmer ist...
Last not least gibt es Probleme mit der Technik. Es soll schon vorgekommen sein, dass das Gerät durch andere Funkfrequenzen oder sogar die Fernbedienung eines in der Nähe befindlichen Halsbandes an einem anderen Hund ausgelöst wurde. Der Strafreiz wird dann also einem Hund verabreicht, der einfach nur herumsteht oder gerade spielt oder sonst etwas tut. Das steigert die Erwartungsunsicherheit natürlich noch mehr und erhöht die Trefferquote auf Fehlverknüpfungen immens. Zusätzlich löst es nicht immer zuverlässig aus, kann zum Beispiel durch Wetterlagen mit feuchter Luft (Nebel, Regen) verzögert oder gar nicht reagieren. Schließlich zeigt es auch nicht an, wann die Batterie leer ist, wodurch es passieren kann, dass der Auslöser gedrückt wird und nichts geschieht. Dann käme man durch das Ausbleiben des Strafreizes (wenn der Hund denn überhaupt verstanden hätte, wofür er eigentlich bestraft werden soll) in den Bereich der variablen Bestätigung, was das unerwünschte Verhalten sogar noch verstärkt. Der Hund würde nämlich lernen, dass er das Verhalten nur immer wieder zeigen muss, bis er schließlich wieder zum Erfolg (in diesem Fall das Ausbleiben des Strafreizes und die erfolgreiche Durchführung des Verhaltens) kommt.
Man kann es also drehen und wenden, wie man will: Sprühhalsbänder sind ganz und gar nicht harmlos, im Gegenteil sogar sehr gefährlich. Manche Hunde werden durch sie so verunsichert, dass sie in die so genannte erlernte Hilflosigkeit fallen, was zur Folge hat, dass sie kaum noch Aktionen zeigen oder Handlungen anbieten, weil sie in ständiger Angst vor dem für sie unkalkulierbaren Strafreiz leben. Um diesen Tieren - und ihren verzweifelten Haltern - zu helfen, braucht es ein meist lang angelegtes, gut durchdachtes Training, das den Hund aus dieser erlernten Hilflosigkeit und seinen vielfältigen Ängsten wieder herausholt.
Sprühhalsbänder gaukeln dem Hundehalter vor, mal eben schnell per Fernbedienung eine Lösung für vermeintliche oder tatsächlich entstandene Probleme zu haben. Aber so einfach ist das nicht. Hunde sind uns anvertraute, fühlende und denkende Lebewesen, die nicht beliebig manipulierbar sind und deren Lernverhalten sich von dem unseren ganz erheblich unterscheidet. Ich kann deshalb nur dringend empfehlen, jeden Ausrüstungsgegenstand und jede Methode, der/ die durch Hersteller oder Trainer empfohlen wird, vor Anwendung am Hund genau zu prüfen, sich gut zu informieren und im Zweifelsfall nach dem guten alten Motto zu entscheiden, das auch für unsere Hunde gelten sollte: Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.
© Clarissa v. Reinhardt
animal learnP.S.: Hiermit lade ich alle Hundefreunde ein, bei der Verbreitung dieses Textes zu helfen. Ich erlaube als Autorin ausdrücklich, ihn (vollständig und unverändert und unter Nennung der Quelle) auf anderen Homepages zu veröffentlichen, auszudrucken und zu verteilen oder auf ihn hinzuweisen. Je mehr Menschen um die Tücken und Gefahren des Sprühhalsbandes wissen, je mehr Hunden bleibt dessen Anwendung - hoffentlich - erspart. Ein herzliches DANKE an jeden, der diesen Text weiter gibt.
