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Das Pfotenband

Ernährungstipps

Erstellen eines Futterplans

Die Futtermenge ist abhängig vom Gewicht, Alter, Bewegung und Gesundheitszustand Ihres Hundes. Keiner kennt Ihren Hund so gut wie Sie. Beobachten Sie ihn gut, und stellen Sie die Futterrationen individuell auf seine Bedürfnisse ein. Diese können auch mit den Jahreszeiten in Futtermenge und Energiegehalt in der Ration variieren. Sollte Ihr Hund moppelig werden, müssen Sie die Futteraufteilung runter rechnen, bei Gewichtsabnahme etwas rauf rechnen.

Hinweis: Sollte ihr Hund trotz optimaler Futtermenge zu schlank sein, müssen Sie den Energiegehalt in der Ration durch Zugabe von Fett anheben.

Beachten Sie bei Ihrem Futterplan auch die zusätzlich zugefütterten Leckerchen und Kauartikel. Diese sind ebenfalls Nahrung. Genau wie bei der Fütterung mit Trockenfutter dürfen Sie auch bei selbst zusammengestellten Futterrationen die Liebesgaben nicht in unbegrenzten Mengen zufüttern. Dies kann über einen längeren Zeitraum in zu hohen Mengen zu Leberproblemen, Nierenproblemen, Hautekzemen, breiigem Stuhlgang, Knochenhautentzündungen etc. führen.

Goldene Regel: Neben dem Hauptfutter dürfen nur 2 Kauartikel ( Kauartikel entsprechend der Größe des Hundes ) in der Woche zusätzlich verfüttert werden.

Der folgende Plan soll Ihnen eine Hilfestellung bei der Zusammenstellung Ihrer Futterrationen bieten

Aus meiner mehrjährigen Erfahrung empfehle ich Ihnen bei gesunden Hunden folgendes:

1. Futteraufteilung und Mengen

a) Welpen / Junghunde im Wachstum

Hinweis: Der häufigste Fehler in der Zusammenstellung ist, dass der Energiegehalt der Nahrung nicht fachgemäß zusammengesetzt ist. In meiner Beratung tauchen immer mehr Junghunde, und auch erwachsene Hunde, auf, die weit über den Bedarf hohe Mengen an Fleisch bekommen. Die Folgen sind sehr häufig Leberprobleme, Nierenprobleme, Nierensteine, Hautprobleme und Durchfälle.

Grund dafür ist, das zusammengestellte Rationen mit Gemüse und magerem Fleisch nicht dick machen. Das im Handel vertriebene Fleisch ist meist weitgehendst entfettet. Dies macht sich durch Untergewicht trotz optimaler Futtermengen bemerkbar. Sehr häufig wird jetzt der Fehler begangen mit den Futterrationen, und somit mit den Fleischmengen, in Bereiche zu gehen, wo es für den Stoffwechsel zur Belastung werden kann. In solchen Fällen ist es auf jeden Fall ratsam, zunächst den Fettanteil der Futterration anzuheben. Bei Hunden im Wachstum oder auch bei erwachsenen Hunden kann es durchaus sein, dass die Futterration durch einen kleinen Anteil an Stärke ergänzt werden muss, da die zugefügte Energie an Fetten nicht ausreichend ist.

Je größer die Hunderasse, desto langsamer sollte der Welpe wachsen. Das bedeutet ein moderates Mischungsverhältnis von Fleisch und Flocken unter Berücksichtigung der eiweißhaltigen Kauartikel. Sehr häufige Ursachen für Knochenhautentzündungen, schnelles Wachstum, Gelenk- und Knochenprobleme, Nierenprobleme sind nicht angeblich zu hohe Fleischmengen in der Futterration oder ein zu hoher Rohproteingehalt im Trockenfutter, sondern zu viel zusätzlich zugefütterte, sehr eiweißhaltige Leckerchen und Kauartikel, die sehr häufig gar keine Beachtung finden und zur Beschäftigung wie Bonbons fast täglich verfüttert werden.

Bei Welpen und Junghunden im Wachstum muss die Futtermenge stets dem Gewicht angepasst werden. Je nach Futterbedarf können die Mengen im ersten Jahr von 2 % - 10 % des Körpergewichtes schwanken. Fangen Sie bei Ihrem Welpen mit 3 % des aktuellen Körpergewichtes an und passen es je nach Bedarf nach oben oder unten an.

Fleisch 65 % - 70 % (bei großen Hunderassen 60 - 65 %), Getreide- und Gemüseflocken zu gleichen Teilen ca. 30 - 35 % (vom Nassgewicht). Bei aktuell optimalem Gewicht und großem Hunger dürfen als Magenfüller auch mehr von den Flocken in der Ration zugefüttert werden.

Hinweis: Je jünger der Hund desto öfter muss die Futterration nachgerechnet und individuell wieder angepasst werden. Erfahrungsgemäß anfangs alle 2 Wochen, später alle 4 Wochen. Wichtig ist das ihr Hund für ein gesundes Wachstum alle benötigten Nährstoffe bekommt. Wichtig u. a. ist die optimale Versorgung von Knochen, Knorpel, Sehnen und Bändern. Hier ist darauf zu achten, dass ihr Hund die benötigten Nährstoffe in Form von z. B einem Fleischknochenmehl, rohen Hühnerhälsen, Knorpel- und Bindegewebe bekommt. Empfehlenswert ist ebenfalls die regelmäßige Zufütterung von Grünlippenmuschelextrakt. Diese enthält die benötigten Aminozucker, die wichtig sind für den Aufbau von Gelenkknorpel.

Anmerkung: Bitte lassen Sie ihren Hund sich nie „großhungern“. Dies wird leider immer noch sehr häufig empfohlen, gerade auch bei großen Hunderassen. Einem Hund im Wachstum Nährstoffe, die er zum Aufbau von Zellgewebe wie z.B, Knochen, Nieren, Leber, Herz etc. in ausreichenden Mengen benötigt zu entziehen bleibt u.U. im späteren Erwachsenenalter nicht ohne Folgen.

Ein Junghund im Wachstum sollte immer satt gefüttert werden, niemals dick!

b) erwachsene Hunde ohne Gewichtsprobleme

Futtermenge 2 - 3 % vom Körpergewicht

Starten Sie mit 2 % vom Körpergewicht. Beobachten Sie Ihren Hund in den nächsten Wochen. Bei Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme müssen Sie die Futtermenge entsprechend anpassen.

Fleisch ca. 60 - 65 %, Getreide und Gemüse zu gleichen Teilen ca. 35 - 40 % (Nassgewicht) Bei optimalem Gewicht und großem Hunger dürfen als Magenfüller auch mehr von den Flocken zugefüttert werden.

c) Übergewichtige Hund (oder solche, die dazu neigen)

Futtermenge 1,5 - 2 % vom Normalgewicht

Starten Sie mit 2 % vom Normalgewicht

Fleisch 50 % - 60 % , Gemüse ( je nach Akzeptanz 40 – 50 % )

Tipp: Einige Hunde fressen ihr Futter nicht gerne wenn der Gemüseanteil in der Futterration zu hoch ist. In diesem Fall die Gemüsemenge individuell anpassen.

Bemerkung: Wenn ihr Hund übergewichtig ist empfehle ich, das Getreide wegzulassen. Die Stärke aus dem Getreide wird zu Glucose (Zucker) verstoffwechselt und macht moppelig.

Bei Gewichtsprobleme empfehle ich Ihnen, zunächst die zusätzlich zugefütteren Leckerchen und Kauartikel in Art und Menge zu überprüfen, bevor Sie das Hauptfutter kürzen. Sehr häufig erledigt sich dann so manches Gewichtsproblem von selber. Gerade sehr kleine Hunderassen sind schnell überfüttert und durch die Leckerchen übersättigt, und essen dann ihr Hauptfutter nicht mehr mit Appetit oder verweigern es ganz.

Bei Welpen und Junghunden ist es unerlässlich, die Futterrationen auf mehrere Mahlzeiten aufzuteilen. Bei erwachsenen Hunden empfehlen ich die Futterration auf 2 Mahlzeiten aufzuteilen.

Bei Unklarheiten oder Schwierigkeiten, die optimale Futtermenge und Futteraufteilung für Ihren Hund herauszufinden, bin ich Ihnen gerne behilflich.

Fleisch

Verfüttern Sie nur qualitativ hochwertiges Frischfleisch mit Herkunftsgarantie. Roh dürfen Sie z. B. Fleisch vom Rind, Schaf, Ziege, Pferd, Geflügel und Kaninchen verfüttern. Keinesfalls dürfen Sie rohes Schweinefleisch verfüttern. Dieses könnte mit dem Aujeszkyschen Erreger infiziert sein, welcher für Hunde und Katzen tödlich ist.

Sowohl Fleisch als auch die anderen Futterkomponenten sollten mindestens Zimmertemperatur haben und nicht direkt aus dem Kühlschrank verfüttert werden, da es ansonsten zu einer Irritation der Magen- und Darmschleimhaut kommen kann. Dies äußert sich u. U. durch Erbrechen und/oder Durchfälle mit evtl. Schleimauflagerungen.

Pansen

Pansen ist der Magen vom Rind und gehört zu den Innereien. Pansen liefert Vitamine, Spurenelemente, einen guten Fettgehalt und Bakterien, die den Darm mit für den Hund wichtigen Bakterien "beimpfen".

Fütterungsempfehlung: 1 x wöchentlich

Leber

Leber gehört zu den Innereien, hat einen sehr hohen Vitamin-A-Gehalt und viele Spurenelemente. Rohe Leber kann bei Hunden Durchfälle verursachen. Dem können Sie ggf. entgegenwirken indem Sie die rohe Leber nicht in einer Portion verfüttern, sonder über die Woche verteilen.

Leber darf auf keinen Fall öfter als 1 x wöchentlich gefüttert werden, da sonst die Gefahr einer Vitamin A Überdosierung besteht! Deshalb meine Empfehlung , lieber etwas weniger zu füttern als zu viel.

Herz

Herz sollte ebenfalls nur 1 x wöchentlich gefüttert werden aufgrund des hohen Proteingehaltes

Muskelfleisch

Muskelfleisch ist ebenfalls sehr proteinhaltig und sollte nicht ausschließlich gefüttert werden. Im Fachhandel gibt es fertige Mischungen, in denen nicht nur Muskelfleisch enthalten ist, sondern auch Anteile wie Schlund, Bindegewebe, Lunge, Knorpel. Die Mischungen sind nicht ganz so hochwertig und sollten überwiegend gefüttert werden.

Knochen

Wer Knochen verfüttern möchte, sollte sich vorher ganz genau sachkundig machen. Sie sind nicht für jeden Hund geeignet. Zudem sollten Sie auch nicht jeden Knochen verfüttern.

Knochen dürfen nicht in beliebigen Mengen zugefüttert werden. Bei der Knochenfütterung muss sichergestellt sein, dass ihr Hund ausreichend kaut und die Knochenanteile nicht im ganzen gierig runterschlingt. Auch ist bei älteren Hunden, die die Knochen nicht mehr ausreichend kauen können, oder deren Verdauung träger geworden ist, davon abzuraten.

Empfehlung: Ist ihr Hund kein Schlinger so sollten Sie sich auf fleischigen Knorpel, Hühnerhälse, Putenhälse, reinen Knorpel in Form von z.B Rinderschulterblätter beschränken. KEINE harten unverdaulichen Knochen.

Tipp: Wer ängstlich ist, kann genauso gut mit z. B. einem hochwertigen Fleischknochenmehl den Bedarf seines Hundes decken.

Warnung: Knochen immer nur roh verfüttern, nicht abkochen! Dadurch das beim Erhitzen das Collagen aus dem Gewebe austritt wird der Knochen unflexibel und scharfkantig. Dies kann zu lebensgefährlichen Verletzungen im Magen- und Darmtrakt führen.

Richtiges Auftauen

Nehmen Sie unbedingt das Tiefkühlfleisch zum Autauen aus seiner Verpackung. Legen Sie das Fleisch in einen geeigneten Behälter und lassen sie das Fleisch langsam im Kühlschrank auftauen. Entnehmen Sie die Menge an Fleisch die sie grade benötigen und stellen den Rest wieder in den Kühlschrank. Beim Auftauen des Tiefkühlfleisches in der eingeschweißten Verpackung, besteht die Gefahr das sich unter anaeroben Bedingungen ( unter Ausschluß von Sauerstoff) Botulismus Bakterien bilden. Botulismus ist eine lebensbedrohliche, meist durch verdorbenes Fleisch hervorgerufene Vergiftung

Botulismus ist eine reine Vergiftung und deshalb nicht ansteckend. Ursache ist meist der Verzehr verdorbener Lebensmittel, meist aus Konserven, in denen sich das anaerobe Botulinumbakterium vermehrt und Botulinumtoxin produziert hat. Mehr Infos dazu finden sie in der Wikipedia.

Fisch

Fütterungsempfehlung: 1 x wöchentlich

Fische wie Thunfisch, Makrelen, Dorsch etc. sind gesund, enthalten viel Jod und essentielle Fettsäuren .

Allerdings sind Fische wie Forellen und Lachse Überträger für Rickettsien und können diese auf Menschen oder Hunde übertragen wenn der Fisch roh gegessen. Rickettsien können eine ganze Reihe von Krankheiten sowohl beim Menschen als auch beim Hund verursachen.

Gekocht können Sie diese Fische unbedenklich als gesundes Nahrungsmittel verfüttern.

Eier

Je nach Größe des Hundes 1 - 3 rohe Eigelb pro Woche.

Wem das Verfüttern von rohem Eigelb nicht behagt, der kann es natürlich auch gekocht verfüttern.

Obst und Gemüse

Obst und Gemüse enthalten Vitamine, Mineralien, Enzyme und zum Teil auch sekundäre Pflanzenstoffe. Gemüse und Obst sollte abwechslungsreich gefüttert werden; hervorragend eignen sich hier die unterschiedlichen Lunderland Mixflocken und Gemüseflocken. Sie können Ihr Gemüse selbstverständlich auch selber dünsten oder kochen.

Meine Empfehlung ist, nicht das Gemüse roh püriert zu verfüttern. Meiner Meinung nach ist dies für die Hunde nur sehr schwer verdaulich und für die Darmbakterien im Dickdarm nur sehr schwer aufzuschlüsseln. Mal als Ballaststoff rohe geriebene Möhren oder als Kauvergnügen ist in Ordnung.

Wir vergessen leicht, dass der Wolf/Hund, wenn er in der freien Natur seine Beute schlägt, Gemüse/Kräuter über den Darminhalt der Beutetiere aufnimmt. Diese sind bereits schon einmal den kompletten Weg der Verdauung gegangen. Dann nimmt der Wolf/Hund den verdauten Darminhalt auf und verdaut ihn noch einmal.

Deswegen meine Empfehlung:

  1. Gemüseflocken zu verfüttern
  2. Gemüse zu dünsten oder zu kochen
  3. Roh püriertes Gemüse wenigstens 1 mal mit kochend heißem Wasser zu übergießen

Nie sollten Avocados, rohe Bohnen, Auberginen, Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Quitten, Rettich, Holunderbeeren roh gefüttert werden. Knoblauch kann in kleinen Mengen zugefüttert werden. Für Knoblauch gilt: In kleinen Mengen bekömmlich und gesundheitsfördernd, in großen Mengen ein Gift.

Obst muss ebenfalls püriert werden. Hierbei sollten Sie sehr säurehaltigen Obstsorten wenn überhaupt nur in kleinen Mengen zufüttern, da es durch den hohen Säuregehalt es zu Reizungen der Magen- und Darmschleimhaut kommen kann.

Verwenden Sie einfach Obst, welches bei Ihnen zu Hause übrig bleibt; eine schöne Alternative ist der Lunderland Früchte-Mix.

Öle

Öle enthalten wichtige ungesättigte Fettsäuren, von denen die meisten vom Hundeorganismus nicht selbst hergestellt werden können. Viele Vitamine in der Nahrung sind fettlöslich, d. h. dass Öle ein unerlässlicher Bestandteil der Hundenahrung sind, da erst durch Zugabe von Ölen die Vitamine aus der Nahrung herausgebrochen und verwertet werden können.

Damit Ihr Hund mit den unterschiedlichen Fettsäuren versorgt ist, empfiehlt es sich 3 - 4 verschiedene Öle immer mal im Wechsel zu verwenden. Meine Empfehlung ist die regelmäßige Verwendung von Lachsöl (hoher Gehalt an Omega 3-Fettsäuren und Omega 6-Fettsäuren) im Wechsel mit einem Dorsch-Lebertranöl (hoher Gehalt an Omega 3-Fettsäuren und hoher Anteil an natürlichem Vitamin D in Kombination mit dem Siky Coat Öl von Pernaturam (kaltgepresste Ölmischung aus Sonnenblumen-, Argan-, sowie Raps-, Hanf- und Leinsamöl).

Öle: Fischöl, Hanföl, Leinsamenöl, Borretschöl, Distelöl, Olivenöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl, Nachtkerzenöl, Nussöl.

Kräuter

Kräuter liefern lebenswichtige Enzyme, Chlorophyll, Vitamine, viele sekundäre Pflanzenstoffe und natürliche Antioxidantien für einen gesunden Stoffwechsel. Außerdem wird durch Kräuter die Verdauung gefördert.

Sie können diese Kräuter z. B. Petersilie, Dill etc. frisch kaufen und zerkleinert dem Futter zufügen. Meine Empfehlung ist der 30 Kräutergarten von Pernaturam.

Nahrungsergänzungen

… liefern wertvolle Vitamine, Mineralien, Fette, Spurenelemente. Da in der Regel keine ganzen Tierkörper verfüttert werden, fehlen Spurenelemente und Fettsäuren, die der Wolf / Hund u.a. in ausreichenden Mengen mit dem Darminhalt der Beutetiere aufnimmt. Nicht alle o. g. Nahrungsbestandteile sind in ausreichender Menge im Fleisch, Gemüse, Obst oder Getreide enthalten. Frei lebende Tiere fressen gelegentlich Erde, Kot und Wildpflanzen. Da uns Hundebesitzer das Fressen von Kot in der Regel ekelt und/oder der Zugang zu wilden Kräutern unseren Hunden verwehrt bleibt, müssen wir dies über Nahrungsergänzungen ausgleichen.

Eine Auswahl finden Sie in meinem Ladengeschäft in Iserlohn, oder informieren Sie sich unter www.dogery.de.

Ich empfehle, sich Ihren Futterplan genau anzusehen, Ihren Hund gut zu beobachten und die Dosierung Ihrer Nahrungsergänzer über das Jahr, je nach Bedürfnis, flexibel anzupassen.

Empfehlung: Das Komplement von der Firma Pernaturam enthält alle organisch gebundenen natürlichen Nährstoffe die ihr Hund zur Optimierung seines täglichen Nährstoffbedarfes benötigt.

Ich habe aber auch alle wichtigen Komponenten von der Firma Lunderland auch einzeln in Dosen da. Unerlässlich bei selbstzusammengestellten Futterrationen ist Bierhefe, Hagebutte, Spirulina, Seealgenmehl und Tonerde.

Futterumstellung

Die Verdauungsmechanismen beim Hund funktionieren etwas anders als bei uns Menschen. Der Körper des Hundes benötigt einige Zeit um sich auf die neuen Futterkomponenten einzustellen. Zwar kann ich aus meiner mehrjährigen Erfahrung sagen, dass viele Hunde eine abrupte Umstellung gut vertragen, aber das müssen Sie letztlich individuell selber für Ihren Hund herausfinden und entscheiden. Haben Sie einen kranken Hund mit z. B. Bauchspeicheldrüseninsuffizienz oder chronischen Magen- und Darmproblemen, ist es auf jeden Fall angeraten, eine schonende Umstellung vorzunehmen, um den schon eh sehr geschundenen Darm nicht noch zusätzlich zu belasten. Hier empfiehlt es sich auch sehr häufig, erst einmal Möhrenflocken oder Möhrengemüse mit Fleisch in der Umstellungsphase zu füttern.

Alte Hunde die ihr Leben lang nur Trockenfutter bekommen haben, sollten auf gar keinen Fall abrupt umgestellt werden. Hier sollte auf jeden Fall auf gekochtes Gemüse oder eine Gemüseflocken zurückgegriffen werden und anstelle von rohem Fleisch erst einmal ein qualitativ hochwertiges Dosenfleisch genommen werden.

Bei alten Hunden empfehle ich auf jeden Fall, anstelle von Hühnerhälsen oder Knorpeln lieber auf ein hochwertiges Fleischknochenmehl, Algenkalk oder Eierschalenmehl zurückzugreifen.

Hier eine Empfehlung der Firma Lunderland zur schonenden Futterumstellung, die ich bei sensiblen Hunden für sinnvoll halte:

Wenn Ihr Tier bisher ausschließlich Fertigfutter erhalten hat und das rohe Fleisch verweigert oder mit Durchfall reagiert, empfehlen wir Ihnen eine langsame und behutsame Umstellung.

Hier ein besonders behutsames Umstellungsbeispiel:

Selbstverständlich können Sie anstelle des gekochtem Fleisches auch eine hochwertige Fleischdose pur nehmen. Wenn Sie Fleisch kochen müssen Sie berücksichtigen das das Fleisch durch den Erhitzungsprozess an Gewicht verliert, was aber nichts daran ändert das es trotzdem sehr eiweißhaltig ist. Hier gilt grundsätzlich die benötigte Fleischmenge für den Tag roh zu wiegen und dann erst zu erhitzen.

  • 1. Woche: 75 % gewohnte Nahrung und 25 % neues Futter mit gekochtem Fleisch
  • 2. Woche: 50 % gewohnte Nahrung und 50 % neues Futter mit gekochtem Fleisch
  • 3. Woche: 25 % gewohnte Nahrung und 75 % neues Futter mit gekochtem Fleisch
  • 4. Woche: 100 % neues Futter mit gekochtem Fleisch
  • 5. Woche: neues Futter mit 25 % rohem Fleischanteil
  • 6. Woche: neues Futter mit 50 % rohem Fleischanteil
  • 7. Woche: neues Futter mit 75 % rohem Fleischanteil
  • 8. Woche: neues Futter mit 100 % rohem Fleisch

Selbstverständlich können Sie versuchen, die vorstehenden Intervalle zu verkürzen (z.B. alle 2-3 Tage ein Wechsel statt jede Woche).

Sie können das erwachsene Tier auch ein bis zwei Tage fasten lassen und sehen, ob es jetzt rohes Fleisch nimmt. Beim Hund werden Sie hiermit in fast allen Fällen Erfolg haben. Die Katze ist da schon etwas eigensinniger und verweigert ungewohnte Nahrung teilweise auch bei größtem Hunger. In diesem Fall müssen Sie es mit vorstehendem Umstellungsbeispiel versuchen.

Mit freundlicher Genehmigung der Firma Lunderland

© Dogery-Die Hundewelt, Monika Heimann

Alle hier veröffentlichten Informationen habe ich nach besten Wissen für Sie zusammengestellt. Eine Haftung für die Inhalte kann ich dennoch nicht übernehmen.
Bei Fragen zum Fütterungsplan und Ernährungsfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.